Privatisierungspolitik offenbar fehlgeschlagen
Londoner „Tube“ ist die älteste U-Bahn der Welt

Der erste Londoner U-Bahn-Zug fuhr am 10. Januar 1863. Damals transportierte die älteste U-Bahn der Welt 30 000 Reisende pro Tag. Inzwischen ist die Bahn das wichtigste Verkehrsmittel in einem Ballungsraum mit mehr als sieben Millionen Menschen geworden. Pro Tag werden drei Millionen Fahrgäste transportiert.

HB/dpa LONDON. Die Labour-Regierung will das 400 Kilometer lange Streckennetz durch den Verkauf von Tunneln, Schienen und veralteter Signaltechnik an private Unternehmen auf Vordermann bringen. Kritiker drängen - bisher vergeblich - auf ein Ende der Privatisierungspolitik.

Die Auswirkungen des massiven Stromausfalls vom Donnerstag, der 60 Prozent des U-Bahnnetzes zum Stillstand brachte, ist für sie nur ein weiterer Beweis einer fehl geschlagenen Privatisierungspolitik. Nach 97 Jahren hatte die Regierung im vergangenen Oktober das unabhängige Stromversorgungsnetz für die U-Bahn abgeschaltet. Die Elektrizitätsversorgung für das Streckennetz wurde dem Privatkonsortium Seeboard Powerlink übertragen, das seinen Strom wiederum aus dem nationalen Versorgungsnetz National Grid bezieht. Diesem Betreiber fehlt es aber, nicht zuletzt auf Grund immer niedrigerer Strompreise und fehlender Investitionen nach Einschätzung von Experten „einfach an Kapazität.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%