Professor umgekommen
Explosion in Universitätslabor

Bei einer Explosion in der chemischen Fakultät der Universität im elsässischen Mulhouse (Mülhausen) ist am Freitag ein Professor ums Leben gekommen und eine Studentin schwer verletzt worden. Die Behörden gingen von einem Labor-Unfall aus.

HB MULHOUSE. Die Behörden gingen von einem Labor-Unfall aus. Der 40-jährige Hochschullehrer wurde von der Wucht der Detonation durch die Decke katapultiert, wie ein Behördensprecher mitteilte. Er wurde im Stockwerk über dem Labor tot aufgefunden. Außer der Studentin wurden noch zehn weitere Personen verletzt, hieß es weiter. An dem Gebäude der Universität Haute Alsace entstand erheblicher Sachschaden.

„Es gab einen heftigen Knall. Danach sahen wir eine riesige Feuerkugel“, sagte der Rektor der Chemie-Hochschule, Serge Neunlist. Zunächst hatte die Feuerwehr von „zahlreichen Opfern“ gesprochen. Am Nachmittag teilte die Präfektur dagegen mit, es gebe keine weiteren Vermissten. Es werde aber drei bis vier Tage dauern, bis Ermittler die Ursache für die Explosion nennen könnten.

Nach der Explosion war ein Feuer im Erdgeschoss des dreistöckigen Instituts ausgebrochen, berichteten Feuerwehrleute. Dichter schwarzer Rauch, der als ungiftig eingeschätzt wurde, stieg über dem Gebäude auf. Das Viertel, in dem die nationale Hochschule für Chemie liegt, wurde von der Feuerwehr abgeriegelt und das Lehrgebäude evakuiert. „Die Rettungskräfte haben sofort reagiert. Es wurde die höchste Stufe des Notfallplans aktiviert“, sagte der Oberbürgermeister der rund 112 000 Einwohner zählenden Stadt, Jean-Marie Bockel.

Zuletzt waren im Dezember 2004 bei einer heftigen Gasexplosion in Mülhausen 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft der südelsässischen Stadt ermittelte damals eine defekte Gasleitung als einzige Ursache des verheerenden Unfalls in dem vierstöckigen Haus.

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