Prognose der BHF-Bank
Dax dürfte 2006 weiter steigen

Nach Einschätzung der BHF-Bank lässt sich auch im Jahr 2006 wieder mit Aktienkäufen gutes Geld verdienen. Als Anlageform seien sie attraktiver als Rentenpapiere.

HB FRANKFURT. "Das Chance-Risiko-Verhältnis spricht einfach für den Aktienmarkt", sagte Aktienstratege Roland Ziegler am Donnerstag bei der Vorstellung des Kapitalmarktausblicks 2006 der Bank in Frankfurt. Die attraktive Bewertung von Aktien habe sich in den vergangenen beiden Jahren nicht geändert. Global gesehen sei 2006 ein erneutes Gewinnplus von rund zehn Prozent zu erwarten. Vor allem die erste Jahreshälfte werde ein freundliches Umfeld für den Aktienmarkt bieten. Danach werde sich das konjunkturelle Klima durch eine Trendwende beim US-Dollar und nachlassende Gewinndynamik der Unternehmen etwas eintrüben.

Den deutschen Blue-Chip-Index Dax sehen die BHF-Experten Ende nächsten Jahres bei rund 5700 Zählern. "Die 6000-Punkte-Marke ist im Jahresverlauf durchaus erreichbar", schätzte Ziegler. "Die entscheidende Frage dann ist aber: Ist eine mentale Öffnung bei den Anlegern zu spüren?" Noch immer seien europäische, aber vor allem deutsche Anleger misstrauisch und investierten lieber in Renten oder Geldmarktfonds. Als besonders aussichtsreich empfiehlt die BHF Bank Energie-, Finanz- und Gesundheitswerte.

Rentenpapiere werden nach Einschätzung nicht nennenswert verbilligen, die Renditen nicht deutlich steigen. "Grund dafür ist eine starke ausländische Nachfrage nach Staatsanleihen sowohl in Europa als auch in den USA, außerdem spielen Renten bei der Altersvorsorge eine große Rolle", sagte Rentenstrategin Annette Pacl-Schneeweis. Die zehnjährige Bundesanleihe wird 2006 der BHF zufolge wohl höchstens um die vier Prozent rentieren. Die entsprechenden Renditen am US-Markt würden voraussichtlich um die fünf Prozent schwanken. Voraussetzung dafür seien eine moderate Energiepreisentwicklung, eine langfristige Inflationserwartung von etwa 2,5 Prozent für die weltgrößte Volkswirtschaft sowie stabile Nachfrage ausländischer Investoren. Die BHF prognostiziert eine Anhebung des US-Leitzinses bis auf fünf Prozent im nächsten Jahr. Für den Euro-Raum sei ein Leitzins von 2,75 Prozent vorstellbar.

Für den Devisenmarkt prognostiziert die BHF für das erste Halbjahr einen weiter steigenden Dollarkurs. "Getragen von der Zinserhöhungsfantasie wird die Dollar-Erholung wohl noch ein Stück weitergehen", sagte BHF-Experte Kai Franke. Bis zum Frühjahr könne der Euro bis auf 1,10 Dollar fallen. "Wenn die Fed den Zinserhöhungsstab aus der Hand legt, wird eine Gegenbewegung einsetzen und der Euro wird zum Jahresende wohl um die 1,20 Dollar notieren.

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