Prognose für 2017
Versicherer rechnen mit Rückgang von Wohnungseinbrüchen

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in den vergangenen Jahren in Deutschland geradezu explodiert. Doch nun gibt es Hoffnung: Die Versicherungswirtschaft rechnet für 2017 mit einem leichten Rückgang.
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BerlinDie Zahl der Wohnungseinbrüche könnte nach einem drastischen Anstieg in den vergangenen Jahren nun erstmals wieder sinken. „Die Zahlen der ersten drei Quartale deuten im Vergleich zum Vorjahr darauf hin, dass wir 2016 möglicherweise einen leichten Rückgang der Einbrüche in Deutschland verzeichnen könnten“, zitierte die „Rheinischen Post“ am Mittwoch den Präsidenten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland. Konkrete Zahlen nannten die Versicherer am Mittwoch auf Anfrage nicht.

Versuchte und vollendete Wohnungseinbrüche hatten zuletzt kontinuierlich zugenommen - von 108.284 registrierten Fällen im Jahr 2008 auf 167.136 im Jahr 2015. Das entsprach einem Plus von rund 50 Prozent innerhalb von sieben Jahren.

Für das Jahr 2016 gibt es zumindest in einigen Regionen Hoffnung. So zeichne sich im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ein deutlicher Rückgang der Wohnungseinbrüche ab, hatte der Direktor des dortigen Landeskriminalamts, Uwe Jacob, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt. In NRW seien von Januar bis November 2016 nach vorläufigen Zahlen 45.100 Wohnungseinbrüche registriert worden. Im gesamten Vorjahr waren es laut Kriminalstatistik 62.360 Taten in Nordrhein-Westfalen.

Mittlerweile gelinge auch nur noch jeder zweite Einbruch, sagte Jacob. „Da muss man der Bevölkerung ein großes Lob aussprechen. Die Wohnungen werden wesentlich besser gesichert, und die Bevölkerung scheint aufmerksamer zu sein.“

Die offizielle bundesweite Kriminalstatistik wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 vorgestellt. Doch auch in Ländern wie Baden-Württemberg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und dem Saarland deuten sich bereits zumindest leichte Rückgänge bei den Einbrüchen an, wie Nachfragen der dpa ergaben. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gehen von einem in etwa gleichbleibenden Niveau aus.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) unterstrich: „Wir arbeiten mit viel Energie an der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen.“ Dazu gehörten - gerade in der dunklen Jahreszeit - gezielte Maßnahmen der Fahndung und Prävention.

In einzelnen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern waren die Einbruchszahlen bereits im Jahr 2015 zurückgegangen. Mehrere Bundesländer haben inzwischen Kooperationen geschlossen, um Täter zu fassen. Zum Teil versucht die Polizei auch mit Hilfe spezieller Software, Einbrüche zu verhindern.

Außerdem wird über härtere Strafen für Einbrecher diskutiert. Ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums ist derzeit in der Ressortabstimmung. Justizminister Heiko Maas (SPD) hatte sich zuletzt für ein Mindeststrafmaß von sechs Monaten ausgesprochen.

Auch die Versicherer hatten die bundesweite Zunahme der Einbrüche in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen. Nach den jüngsten vorliegenden GDV-Zahlen beliefen sich die Schäden im Jahr 2014 auf 490 Millionen Euro für 150.000 versicherte Einbrüche in Wohnungen und Häuser. Im Jahr 2010 waren es 350 Millionen Euro bei 120.000 versicherten Einbrüchen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Prognose für 2017: Versicherer rechnen mit Rückgang von Wohnungseinbrüchen"

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  • @ALLE

    Gott sei Dank fällt der 1.Januar dieses Jahr auf einen Sonntag,stellt Euch vor es wäre Montag, dann könnte man wieder einen Tag weniger kommentieren. :(
    Der erste Feiertag, 26. Dez., war doch schon fürchterlich. :(
    Am schönsten ist es, wenn Heiligabend an einem Freitag ist :)

    "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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