Aus aller Welt

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Prominente auf den Barrikaden: Tausende protestieren gegen Gema

Der Tod für viele Clubs oder eine Vereinfachung der bestehenden Tarife? Die geplante Gebührenerhöhung durch die Gema treibt Musikliebhaber und Clubbetreiber auf die Straße. DJ Sven Väth und Dr. Motte sind auch dabei.

Auch Prominente wie DJ Sven Väth unterstützen den Gema-Protest. Foto: Toxic-Family Quelle:
Auch Prominente wie DJ Sven Väth unterstützen den Gema-Protest. Foto: Toxic-FamilyQuelle: 

DüsseldorfBerlin, Dortmund, Dresden: Am Donnerstag startet an fast allen Gema-Standorten in Deutschland der Anti-Gema-Tag. Das Aktionsbündnis Kultur-retten hat zu den Demonstrationen aufgerufen, um die geplante Tariferhöhung ab 2013 anzuprangern und zu stoppen. Tausende Menschen werden diesem Aufruf folgen: In der Facebook-Gruppe „Kulturtanzdemo – Stoppt die GEMA-Tariferhöhung 2013“ haben nur für den Ort Frankfurt bereits über 4400 Menschen ihre Teilnahme zugesagt.  Auch in der Berliner-Gruppe sind es über 4000 Leute und in der Münchener Gema-Protestgruppe mehr als 3200.

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Nach Angaben von kultur-retten.de ist eine Vielzahl von Arbeitsplätzen im Veranstaltungsbereich durch die neuen Tarife gefährdet, das Aktionsbündnis befürchtet einen Rückgang der Veranstaltungen. Die Gema verlangt zum 1. April 2013 von jedem Clubbesitzer zehn Prozent des Eintrittspreises statt wie bisher 1,6 Prozent – viele Clubbesitzer befürchten einen Anstieg der Kosten.

Web 2.0: Twitter, Facebook und Co.

Außerdem verlangt das Aktionsbündnis, dass das Verteilungssystem der Gema auf seine Verhältnismäßigkeit überprüft werden soll. Wer sich vor Ort nicht persönlich an den Demonstrationen beteiligen kann hat die Möglichkeit, eine Online-Petition zu unterzeichnen.

Die Gema ist alles andere als glücklich über diese Veranstaltungen, allerdings hat sie keinen Spielraum, wie die Verwertungsgesellschaft in einem Rundschreiben, das an ungefähr 33.000 Mitglieder ging, offen zugibt: „Ein rechtliches Vorgehen der Gema dagegen ist (…) aufgrund des grundsätzlich gewährleisteten Versammlungsrechts nicht möglich.“

Da es der Gema, wie sie mehrfach im Dokument betont, besonders darum geht „die Diskussion zu versachlichen“, hat sie gleichzeitig ein Dokument erarbeitet und angehängt, in dem die Tarifreform für die Mitglieder noch einmal stichpunktartig zusammengefasst ist, falls sie weitere Argumente benötigen.

  • 07.09.2012, 11:58 UhrUHL

    Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zahlreiche Musiker, die auch CDs veröffentlichen und Konzerte spielen. Alle beschweren sich unisono über die Gema, deren Mitglied sie ja sind, weil sie nur minimale Ausschüttungen bekommen und z.T. mehr an die Gema zahlen (zum Beispiel für das Streamen der eigenen Musik auf ihrer Homepage oder für selbst organisierte Konzerte) als sie von der Gema erhalten. Die Aussage, daß man nicht einen Cent für ganze Club-Tourneen gesehen hat obwohl für jedes Konzert Gema-Gebühren abgeführt wurden und eine Titelliste eingereicht wurde, habe ich mehr als einmal gehört! Wer einen Clubhit hat, aber im Radio & TV nicht stattfindet weil kein Mainstream-Pop, sieht ebenfalls herzlich wenig.
    Insofern sollte man nicht so tun, als wäre die Gema der Robin Hood der Musiker und Komponisten!

  • 06.09.2012, 17:10 Uhrboer640

    wenn ich als dj ne platte gekauft habe, dann habe ich bereits gema gezahlt. du hast ja ne ahnung.

  • 06.09.2012, 16:05 UhrWomen_at_work

    Lasst alle DJs und Nachtclubbesitzer ehrenamtlich arbeiten! Für das bisschen Mixen, Trackauswahl oder die paar Getränke,die man sich am Abend rein zieht, muss man doch wohl nicht bezahlen?! Also mein Budget würde das sprengen, da wäre ich ja irgendwann pleite. Nein, bei meinem nächsten Clubbesuch möchte ich das umsonst haben, oder sagen wir 2 EUR müssten reichen für alles, aber das wäre dann auch das äußerste! Überhaupt sollten die Arbeitgeber derer, die so frei heraus die GEMA kritisieren, denen das Gehalt streichen! Es kann nicht sein, dass man für geleistete Arbeit bezahlen muss!!!

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