Protestaktion
Sachsen-Anhalter verlegt Wohnsitz auf Antennenmast

Mit Dosennahrung, Decken, einem Handy und einer Autobatterie zur Stromversorgung hat es sich ein Straftäter in Sachsen-Anhalt auf einem Antennenmast mehr oder weniger gemütlich gemacht, um gegen seine Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe zu protestieren. Die Polizei macht erstmal keine Anstalten, ihn dort herunter zu holen.

HB DESSAU. Der verheiratete Vater von fünf Kindern aus Zörbig bei Dessau war vom Amtsgericht Bitterfeld unter anderem wegen Internet-Betruges zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden.

Weil der Haftantritt erst für den 1. März geplant sei, sehe die Polizei derzeit keinen Grund zum Einschreiten, sagte der Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Dessau, Ralf Moritz. Zudem befinde der Antennenturm auf dem Grundstück des Mannes. „Wenn er auf dem Mast wohnen will, kann er dort wohnen“, sagte Moritz.

In 22 Meter Höhe hat der Mann laut Polizei einen Bretterverschlag gebaut und sich dort am Sonntag eingerichtet. Seine Nahrungsmittel reichten voraussichtlich mehrere Wochen. Er fordere, dass der Prozess gegen ihn neu aufgerollt werde. Das Urteil gegen ihn sei aber von höheren Instanzen bestätigt worden.

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