Prozess gegen Jackson-Arzt
Geschworene beraten über Urteil gegen Murray

Nach Abschluss der Beweisaufnahme und der Zeugenanhörungen haben die Geschworenen im Prozess gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray die Urteilsberatungen aufgenommen. Dem Angeklagten drohen bis zu vier Jahre Haft.
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Los AngelesIm Prozess gegen den Leibarzt des verstorbenen Popstars Michael Jackson nehmen die Geschworenen am heutigen Freitag die Beratungen über ein Urteil auf. Die sieben Männer und fünf Frauen müssen anhand der gegen Conrad Murray vorgelegten Beweise ein einstimmiges Urteil fällen. Sollte Murray der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu vier Jahre Haft und der Verlust seiner Zulassung als Arzt.

Die Geschworenen haben im Lauf des seit sechs Wochen andauernden Verfahrens 49 Zeugen gehört und 300 Beweisstücke vorgelegt bekommen. Um Murray zu verurteilen, müssten die Geschworenen entscheiden, dass der Kardiologe hauptverantwortlich für den Tod des Popstars im Juni 2009 war. Über das mögliche Strafmaß entscheidet anschließend Richter Michael Pastor. Auch wenn der 58-jährige Arzt freigesprochen werden sollte, würde er vermutlich von den ärztlichen Zulassungsstellen in den Staaten Kalifornien, Nevada und Texas belangt werden.

Am Donnerstag hatten Anklage und Verteidigung ihre Schlussplädoyers gehalten. Murrays Anwalt griff die Staatsanwaltschaft und deren Zeugen an und erklärte, sie hätten Geschichten und Theorien entwickelt, die allein Murray die Schuld an Jacksons Tod geben würden. Allerdings, so Anwalt Ed Chernoff, habe sich Jackson die tödliche Dosis des Betäubungsmittels Propofol selbst verabreicht.

Staatsanwalt David Walgren nannte die Handlungen des Arztes am Todestag bizarr. Er habe weder sofort den Notruf verständigt, noch die Sanitäter über die regelmäßigen Propofol-Dosen für Jackson informiert. Murray beteuert seine Unschuld.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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