Prozess gegen mutmaßlichen Grabscher Taylor Swift ist bei Juryauswahl anwesend

Ein Gerichtssaal in Colorado wird vorübergehend zur Bühne für Taylor Swift. Die US-Sängerin liegt mit einem Radiomoderator wegen Grabsch-Vorwürfen im Clinch. Zunächst müssen jedoch Geschworene ausgewählt werden.
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Der Streit zwischen der Sängerin und dem früheren Moderator David Mueller dreht sich um einen Vorfall anlässlich eines Konzerts im Juni 2013. Quelle: AP
Warten für die Jury-Auswahl

Der Streit zwischen der Sängerin und dem früheren Moderator David Mueller dreht sich um einen Vorfall anlässlich eines Konzerts im Juni 2013.

(Foto: AP)

Denver Mit der Auswahl von möglichen Geschworenen hat im US-Staat Colorado ein Prozess zwischen der US-Sängerin Taylor Swift (27) und einem Radiomoderator begonnen, der dem Star unter den Rock und an den Po gefasst haben soll. Wie die Zeitung „Denver Post“ berichtete, waren die Sängerin und ihre Mutter Andrea Swift am Montag im Gerichtssaal, als eine Gruppe von möglichen Geschworenen befragt wurde. Am Dienstag sollte die Auswahl von insgesamt acht Juroren fortgesetzt werden.

Der Streit zwischen der Sängerin und dem früheren Moderator David Mueller vom Sender KYGO dreht sich um einen Vorfall anlässlich eines Konzerts von Swift in Denver im Juni 2013. Der Star traf dort im Backstage-Bereich Fans und VIP-Gäste und posierte dabei auch für ein Foto zwischen Mueller und dessen Freundin.

Vom süßen Landei zur coolen Popikone
Bestseller
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2014 war das Jahr von Taylor Swift: Bestseller-Album veröffentlicht, vom „Time“-Magazin auf das Cover gehoben und zur „wichtigsten aktuellen Künstlerin“ ernannt, schlagzeilenträchtiger Streit mit dem Musik-Streamingdienst Spotify und Umzug nach New York. Die 25-Jährige sei „das beliebteste Mädel weit und breit“.

Pop-Phänomen
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„Seit einem Jahrzehnt geht es für sie immer weiter nach oben, aber 2014 ist sie in neue Höhen aufgestiegen“, attestierte selbst die renommierte „New York Times“ dem Pop-Phänomen.

Bei Victoria's Secret
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Wo auch immer es im vergangenen Jahr angesagte Partys gab, Swift war dabei und meistens ganz vorne – ob bei den Golden Globes in Los Angeles, der „Victoria's Secret“-Modenschau in London (Foto) oder dem Silvesterspektakel am New Yorker Times Square.

Twitter
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Um sie herum scharte sich meist ihre Clique bester Freundinnen, bestehend aus ähnlich einflussreichen Promis wie beispielsweise dem Model Karlie Kloss, der Sängerin Lorde oder der Schauspielerin Lena Dunham, mit den Swift am 13. Dezember ihren Geburtstag feierte. 50 Millionen Menschen folgen Swift inzwischen beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Verkaufserfolge
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Ihr im Oktober veröffentlichtes Album „1989“ verkaufte sich im vergangenen Jahr weltweit rund 3,7 Millionen mal – so häufig wie kein anderes und so schnell wie seit mehr als zehn Jahren kein Album mehr.

Preise
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Da überrascht es nicht, dass die musikalische Gipfelstürmerin bereits siebenfach mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, der höchsten Auszeichnung im Musikgeschäft – und das als die jüngste Gewinnerin aller Zeiten.

Bühnenshow
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Auch ist sie die einzige Sängerin, die sich in den Büchern der Musikgeschichte verewigen konnte, weil es ihr gelang, drei Alben („Speak Now“, „RED“, „1989“) innerhalb von nur einer Woche über eine Millionen Mal zu verkaufen.

„Während seiner Begegnung mit Frau Swift griff Mueller vorsätzlich unter ihren Rock und begrabschte einen intimen Teil ihres Körpers auf unangemessene Weise, gegen ihren Willen und ohne ihre Erlaubnis mit seiner Hand“, heißt es in von Swifts Anwälten eingereichten Gerichtsunterlagen.

Mueller, der seinen Hörern als „Jackson“ bekannt war, wurde nach dem Vorfall aus der Konzerthalle geworfen und verlor zwei Tage später seinen Job. In seiner 2015 eingereichten Klage gegen Swift und ihr Team behauptet er, deren falsche Anschuldigungen hätten ihn um sein Jahresgehalt von 150 000 Dollar (127 000 Euro) gebracht. Die Sängerin wiederum wirft Mueller Missbrauch und Körperverletzung vor.

Das Foto aus dem Backstage-Bereich dürfte in dem voraussichtlich ein bis zwei Wochen dauernden Prozess eine entscheidende Rolle spielen. Darauf ist zu sehen, wie Mueller etwa auf Höhe von Swifts Po die Sängerin mit seinem rechten Arm von hinten umgreift. Seine Hand wird allerdings von ihrem Körper verdeckt.

Für die Jury-Auswahl müssen mehrere Dutzend Männer und Frauen einen langen Fragebogen ausfüllen. Gerichtsdokumenten zufolge müssen sie unter anderem angeben, ob sie ein Fan von Swift sind, ob sie die Vorwürfe kennen oder bei dem Konzert in Denver dabei waren.

  • dpa
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