Prozess
US-Manager muss nach Todesbrand in Haft

Schuld an dem tragischen Brand mit 100 Toten in dem US-Club war ein Bühnenfeuerwerk. Jetzt wurde das erste Gerichtsurteil gefällt. Warum der verantwortliche Manager eine deutlich mildere Strafe bekam, als von der Staatsanwaltschaft gefordert wurde.

SAN FRANCISCO. Gut drei Jahre nach dem verheerenden Brand in einem US-Musikclub, bei dem 100 Menschen starben, ist der Manager der damals spielenden Gruppe zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der 29-jährige Daniel Biechele entschuldigte sich unter Tränen bei den Angehörigen, die am Mittwoch der Strafmaßverkündung im US-Staat Rhode Island beiwohnten, wie der Internetdienst „E!Online“ berichtete.

Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft verlangt, doch der Richter berücksichtigte die Reue und das Schuldeingeständnis des Angeklagten für eine mildere Strafe. Biechele hatte bei dem Konzert der Band „Great White“ in Rhode Island ein Feuerwerk auf der Bühne gezündet. Dabei fing die Schallisolierung Feuer. Der Musik-Club stand in wenigen Minuten in Flammen. Bei dem Brand am 20. Februar 2003 waren 100 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch „Great White“-Gitarrist Ty Longley.

Es ist die erste Strafe, die im Zusammenhang mit dem tödlichen Feuer verhängt wurde. Außer Biechele sind auch die Club-Besitzer, die Brüder Jeffrey und Michael Derderian, angeklagt worden. Nach Biecheles Angaben lag eine schriftliche Erlaubnis der Eigentümer für das Zünden des Feuerwerks vor. Das Schriftstück sei aber bei dem Brand vernichtet worden. Die Besitzer bestritten, jemals eine Erlaubnis erteilt zu haben. Beide haben auf „nicht schuldig“ plädiert. Der Prozess gegen einen der Brüder soll Ende Juli beginnen.

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