Prozess
Zwölf Jahre Haft für Bombenleger von Dresden

Der Bombenleger vom Dresdner Hauptbahnhof ist vom Landgericht der Stadt zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der hochverschuldete Immobilienmakler mit dem Sprengsatz, der nicht explodiert war, die Deutsche Bank erpressen wollen.

HB DRESDEN. Das Gericht in Dresden befand den 64-Jährigen des versuchten Mordes, schwerer räuberischer Erpressung sowie des Versuches der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion für schuldig. Der Angeklagte habe mit einer scharfen Bombe versucht, seine Forderungen durchzusetzen, sagte die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand.

Der aus dem sächsischen Vogtland stammende Mann wollte eigenen Angaben zufolge die Deutsche Bank um bis zu 110 Millionen Euro erpressen. Die Tat hatte bundesweites Entsetzen ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen versuchten Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und wegen versuchter räuberischer Erpressung sieben Jahre Freiheitsstrafe beantragt.

Drei Monate nach dem Fund der Bombe war der Mann nach einem Tipp eines Bekannten gefasst worden. Eine DNA-Spur am Koffer überführte ihn zusätzlich. Der mehrfach Vorbestrafte räumte im Polizeiverhör die Vorwürfe teilweise ein. Im Prozess widerrief er aber. Er bestritt zugleich, dass die Bombe scharf war und detonieren sollte. Nach Angaben von Gutachtern war der Sprengsatz nur wegen eines zufälligen technischen Defektes nicht explodiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%