Prozessauftakt: Vater streitet jahrelangen Missbrauch ab

Prozessauftakt
Vater streitet jahrelangen Missbrauch ab

Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich und schockierend: Ein Familienvater aus dem Westerwald soll jahrelang drei seiner Kinder in 350 Fällen sexuell missbraucht haben. Vor dem Landgericht Koblenz streitet er alles ab.
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Koblenz Im Prozess um jahrelangen sexuellen Missbrauch und Prostitution in einer Familie im Westerwald hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag vor dem Koblenzer Landgericht schwere Vorwürfe erhoben: Der angeklagte 48-Jährige soll in 350 Fällen seine leibliche Tochter und zwei seiner Stiefkinder misshandelt und sexuell missbraucht haben.

Mit seiner inzwischen 27-jährigen Stieftochter soll er acht Kinder gezeugt haben. Eines davon ist noch als Säugling verstorben. Laut Gericht liegt ein DNA-Test vor, der die Vaterschaft belegt. Der 48-Jährige ist mit der 52 Jahre alten Mutter der Stieftochter verheiratet. Gemeinsam haben sie vier Kinder.

Der mutmaßliche Kinderschänder aus Fluterschen (Kreis Altenkirchen) wollte sich beim Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen äußern. Kurz nach der Verlesung der Anklage beantragte sein Verteidiger eine Unterbrechung der Sitzung.

Der 48-Jährige hat seine Tochter und Stieftochter laut Staatsanwaltschaft in 35 Fällen zur Prostitution gezwungen. Der Anklage zufolge begannen die Übergriffe auf die damals vier und fünf Jahre alten Stiefkinder im Jahr 1987. Der Missbrauch der leiblichen Tochter soll am Tag ihres zwölften Geburtstags begonnen haben. Nachdem die Kinder die Geburtstagsfeier verlassen hatten, zwang er das Mädchen, sich aufs Bett zu legen, heißt es in der Anklage. Als das Kind sich wehrte, soll er zu ihm gesagt haben, er dürfe das als Vater.

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