Queen in Deutschland
„Sie wirkt sehr robust, und ihre Mutter wurde 101“

Für Deutschland ist der Queen-Besuch ein buntes Ereignis. Doch die Queen hat mit 89 Jahren auch Sorgen, sagt Charles-Biografin Catherine Mayer. Sie war jahrelang so nah dran an den Royals wie es nur möglich war.
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LondonCatherine Mayer aß mit der Queen zu Mittag, begleitete Prinz Andrew nach China und unterhielt sich mit Prinz Charles. Vor kurzem ist ihre Charles-Biografie „Charles - Mit dem Herzen eines Königs“ erschienen. Mit der dpa sprach sie vor dem Queen-Besuch über Sorgen der Monarchin um die Thronfolge, ihre Qualitäten als Mutter und über das Gefühl, einen königlichen Hund auf dem Fuß liegen zu haben.

Sie schreiben in ihrer Charles-Biografie, die Queen mache sich Sorgen über den Thronwechsel. Wie meinen Sie das?
Man macht sich Sorgen im Buckingham-Palast über den Übergang. Thronwechsel und Veränderung ist die schwerste Aufgabe für die Monarchie, denn was sie erhält, ist der Anschein der Kontinuität. Weil die Queen schon so lange auf dem Thron ist, hat sich in den Köpfen der Leute festgesetzt, was ein Monarch ist und was er tut.

Und was ist das?
Sie hat ihre ganz eigene Art - sie bestieg mit 25 Jahren den Thron. Niemand weiß, was sie damals dachte, und niemand weiß, was sie jetzt denkt. In Deutschland wird sie ein paar Worte sagen, und danach weiß keiner mehr darüber, was in ihr vorgeht. Jeder kann sich mit ihr identifizieren, weil man alles auf die projizieren kann.

Das ist mit Charles ja anders...
Ja, das kam für Charles eben nicht infrage. Selbst wenn er keinen Ton mehr sagt, sobald er König ist, weiß man ja, was er denkt über bestimmte Dinge. Zum Beispiel, dass er wegen des Dalai Lama ein Problem mit China hat. Aber ich glaube, dass die Leute sich zu viele Gedanken machen. Seine erste Aufgabe als König wäre, die nationale Trauer um seine Mutter anzuleiten. Schon das wird ihm in den Gefühlen der Leute einen Platz verschaffen.

Es taucht ja immer wieder diese Idee auf, dass statt Charles gleich Prinz William König werden könne. Was denken Sie darüber?
Das hat mit Diana zu tun, die in einem Interview mal angedeutet hat, dass er nicht König werden wolle. Aber für die Royals kommt das so wenig infrage wie Abdankung. Die Abdankung des Onkels von Elizabeth II. war die große Krise der Monarchie. Sie würden nichts machen, was die Thronfolge durcheinander bringt.

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„Sie wirkt sehr robust, und ihre Mutter wurde 101“

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„Während des Essens waren ihre Hunde unter dem Tisch“

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