Rästelhafte Zerstörung
Weitere zerbröselnde Euro-Scheine tauchen auf

Immer mehr zerbröselnde Euro-Scheine tauchen auf. Die Zahl der beschädigten Scheine hat sich mittlerweile um 200 auf 1700 erhöht, so die Bundesbank. Die Experten rätseln seit mehr als einer Woche an der Ursache für die Zerstörung.

HB FRANKFURT. Schwerpunkte seien weiterhin Nord- und Ostdeutschland. Weder die Notenbank noch die bei den Ermittlungen federführende Berliner Polizei haben eine schlüssige Erklärung, wie die Scheine brüchig geworden sind.

Polizeisprecher Bernhard Schodrowski sagte, ein krimineller Hintergrund sei wenig wahrscheinlich. Geldautomaten, die zunächst ins Visier genommen worden waren, kämen nach Erkenntnissen der betroffenen Kreditinstitute wohl auch nicht in Frage. Derzeit werde vor allem die chemische Zusammensetzung der Schwefelsäure untersucht, die in dem Papiergeld nachgewiesen wurde.

Weil Schwefelsäure vor allem in Batterien enthalten ist, hatten Experten gemutmaßt, dass die Säure in einem defekten Geldautomat auf die Euro-Scheine getropft oder gelaufen sein könnte. Ein Sprecher des Automatenherstellers Wincor- Nixdorf betonte, diese Möglichkeit könne bei ordnungsgemäßer Aufstellung und Betrieb der Automaten ausgeschlossen werden. „Wir haben alle unsere Prozesse noch einmal hinterfragt“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Zwar gebe es Automaten mit Notstromversorgung, hier sei aber sichergestellt, dass die Batterien nicht mit dem Geld in Berührung kommen könnten. Zudem habe er Zweifel, ob diese Batterien überhaupt Schwefelsäure enthielten. Der in Paderborn ansässige Technologiekonzern hat nach Angaben des Sprechers rund 60% Marktanteil bei Geldautomaten in Deutschland. Man habe aber auch mit den Konkurrenten über das Problem gesprochen und sei dabei auf keinerlei Verdachtsmomente gestoßen.

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