Rapper macht in Politik
Bushido will Partei gründen – und Bürgermeister werden

Bushido will eine Partei gründen – und in Berlin ins Abgeordnetenhaus einziehen. Der Rapper meint es offenbar ernst, was man von seinen Vorschlägen fürs Wunschkabinett nicht behaupten kann.
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Rapper Bushido (33) zieht es in die Politik. „Ich will Regierender Bürgermeister von Berlin werden“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Er werde eine Partei gründen. Die Unterlagen seien schon da. „Meine Partei wird zunächst auf Landesebene aktiv, in Berlin.“ Dass sie es zumindest ins Abgeordnetenhaus schaffe, halte er für wahrscheinlich. Dafür braucht Bushido aber Geduld. Die nächsten Berliner Wahlen sind 2016.

Einen Namen habe die Partei noch nicht. Für sein Wunschkabinett hat Bushido bereits klare Vorstellungen: „Also wenn ich könnte, würde ich Moritz Bleibtreu, Dieter Bohlen und Boris Becker mit an Bord holen. Letzterer würde sich aber nicht um das Thema Finanzen kümmern.“

Und inhaltlich? Er wolle sich für Menschen in den Rand- und Problembezirken einsetzen, vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund, sagte der in Bonn geborene Deutsch-Tunesier. „Ausländer sollen es in Deutschland leichter haben. Dafür müssen sie aber Deutsch lernen. Ich will mehr Anreize schaffen, das freiwillig zu tun.“

Wichtig sei auch: „Es gibt in Deutschland Regeln und Gesetze. Und wer sich nicht daran hält, der bekommt ein Problem.“ Bushido ist in der Zeitung in patriotischer Pose zu sehen - mit Grundgesetz und Hand auf dem Herzen. Zum Thema Quote sagt er: „Wir leben in einer Zeit, in der wir keine Frauenquote brauchen, da der Frau doch alles offensteht.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rapper macht in Politik: Bushido will Partei gründen – und Bürgermeister werden"

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  • Michael,

    da bin ich ganz bei Ihnen.

    Amt & Würde in der Hinsicht, dass die Medien ihr Darstellungsplattformen zur Verfügung geben und sie als Charity-Dame für gute Zwecke auftritt - na wenn das mal keine Karriere ist. Nein, dazu gehört schon berechnende Intelligenz und das Setzen auf die Sensationsgier der breiten Masse. Man muss dann halt damit kalr kommen, dass man einen großen Teil seiner rivatsphäre hergeben muss. Alles hat seinen Preis.

    Ja schaun wir mal, was draus wird bei Bushido - was ich meinte ist: Forderungen und Ideen zum Umbau der desaströsen Verhältnisse kann ja jeder einbringen. Wie aber wäre es mit LÖSUGEN - oder sollenw ir weiterträumen?

  • @Leserin: Verona Pooth hat es zu Amt und Würden gebracht? Würde liegt wohl im Ermessen des Betrachters. Vor ihrem Sieg zur Miss Deutschland Anno Domini schnorrte sie in Hamburgs Clubs Kippen und Drinks, und mit Busen und den richtigen Beziehungspartnern zu Erfolg zu kommen, könnte man einer auch als intelligent bezeichnen, würdevoll ist es aber keinesfalls. Und moralisch waren die Medien in den seltensten Fällen. Was Bushido angeht: wer ist der größere Tor? der Tor oder der Tor, der ihm folgt?;)

    Michael P.

  • Es steht doch jedem frei, eine eigene Partei zu gründen, und im Hinblick auf seine Medienwirksamkeit im direkten Bezug zu seiner nach außenhin kommunizierten intellektuellen Leistung hätte er sogar Potential in Form von einer dummen Gefolgschaft der breiten Masse. Cicciolina mauserte sich ja auch vom Porno-Star zur Politikerin, zumindest einer ihrer beiden Karrieren kam das zugute. Übrigens bot sie in den 90-ern Saddam Hussein und 2006 Osama Bin Laden ihren Körper für Weltfrieden als Gegenleistung feil. In Anlehnung daran könnte Bushido im Zuge des Integrations-Diskurses einen Anfang machen, indem er sich für die schlimmsten Salafisten im Lande "bückt", vielleicht wären diese dann den hiesigen Bürgern und Bildungsinländern, welche hierzulande mehrheitlich Christen sind, etwas gelinder gegenüber eingestellt. Und man sagt ja, es gäbe keine schlechte Presse, so hätte auch er in mehrfacher Hinsicht was davon...;)
    In diesem Sinne,

    Michael P.

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