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Rassismus bei „How I Met Your Mother“: How I Met Your Racism

In der neuesten Episode der US-Kultserie „How I Met Your Mother“ tauchen einige abgegriffene Klischees über Asiaten auf. Im Netz beschweren sich enttäuschte Fans und Zuschauer.

Neil Patrick Harris spielt in der populären Sitcom „How I Met Your Mother“ den Lebemann Barney Stinson. Doch statt der gewohnten Preise gibt es momentan Kritik von asiatischstämmigen Fans der Serie. Quelle: AFP
Neil Patrick Harris spielt in der populären Sitcom „How I Met Your Mother“ den Lebemann Barney Stinson. Doch statt der gewohnten Preise gibt es momentan Kritik von asiatischstämmigen Fans der Serie. Quelle: AFP

DüsseldorfDas große Finale rückt immer näher – und nicht nur in den USA fiebern die Fans der Begegnung von Hauptfigur Ted mit der ominösen Mutter entgegen. „How I Met Your Mother“ mit den witzigen Geschichten von Ted, Barney, Robin, Lily und Marshall ist auch hierzulande Kult. Darsteller und Serie sind mehrfach prämiert, die Sitcom hat seit einigen Jahren eine treue Fangemeinde. Doch die aktuelle Folge hat jetzt in den USA einen handfesten Skandal ausgelöst.

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Denn in der Folge tauchen einige Klischees über Asiaten auf. Da tragen die (ausnahmslos weißen) Darsteller plötzlich übertrieben asiatische Kleidung und Fu-Man-Chu-Schnurrbärte oder essen möglichst ungeschickt mit Stäbchen. Im Netz formierte sich schnell Widerstand gegen das sogenannte Yellowfacing, angelehnt an das rassistische Blackfacing, bei dem sich früher weiße Schauspieler das Gesicht schwarz bemalten, um den „tumben Eingeborenen“ zu karikieren.

Unter dem Hashtag #howimetyourracism (Wie ich deinen Rassismus traf) beschweren sich Netznutzer bei dem Sender CBS, bei dem „How I Met Your Mother“ läuft. In den USA gibt es eine große Community asiatischstämmiger Amerikaner – die sich nun gegen blöde Witze über Klischee-Chinesen wehren.

So schreibt Suey Park: „Meine Rasse ist kein Kostüm“:

Eine Nutzerin schreibt: „Was passiert, wenn der gesamte Autorenstamm weiß ist“:

@kimnavoa ist enttäuscht. Die Serie mache sich für billige Lacher über eine ganze Kultur lustig:

Michael Suen findet es befremdlich, dass es wohl „auf eine Art akzeptiert“ sei, rassistische Witze über Asiaten zu machen. Da würde keiner meckern.

Da lag Suen aber ein wenig daneben. Denn anscheinend ist es nicht akzeptiert. Schließlich regte sich schnell Widerstand gegen die Botschaften der Serie. Stereotypen über Asiaten würden in den Medien oft reproduziert, doch nun werde es auch kritisiert, schreibt diese Nutzerin:

Doch was darf eine Comedy-Serie? Ist es akzeptabel, auf solche Kostüme zurückzugreifen? Und ist Twitter nicht oft auch ein Ventil für aufgeregte Zwischenrufe, nach dem Motto „Unsern täglichen Shitstorm gib uns heute“?

„Regt euch doch nicht so auf, es ist ein Witz!“, ruft da so mancher Twitternutzer als Reaktion aus. Und merkt dabei nicht, dass es manche Menschen verletzt. Diese Nutzerin wirft ein, dass „der Wunsch, mit Respekt behandelt zu werden, niemals eine Überreaktion ist“.

Dass manche Witze der Serie arg auf Vorurteile aufgebaut ist, gibt auch Rania Khalek zu bedenken, die sich über die Rolle des Taxifahrers Ranjit Singh beschwert:

Und schlussendlich bekommt die Comedy-Folge sogar einen pädagogischen Charakter: Dieser Lehrer nimmt die Klischeebilder gleich in sein Unterrichtsprogramm für seine achte Klasse auf, um mit den Schülern über Klischees zu sprechen:

  • 15.01.2014, 19:01 UhrStreicher

    lol Wenn es eine Nation gibt die sich über die Sendung aufregen müsste, dann die Kanadier. Die werden in der Rolle der Robin Scherbatsky regelmässig vorgeführt.

    Und was machen die? Kein Shitstorm, die lachen einfach über die Serie.

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