Rassismus-Debatte
Todesschütze von Trayvon Martin sitzt wieder im Gefängnis

Der Fall des erschossenen schwarzen Teenagers löste in den USA eine nationale Debatte über Rassismus aus. Nun sind neue Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Todesschützen aufgeflammt.
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WashingtonSeine Freilassung auf Kaution war in den USA umstritten - nun sitzt der geständige Todesschütze des schwarzen Teenagers Trayvon Martin wieder in Untersuchungshaft. Der Grund: George Zimmerman besitzt mehr Geld als er vor Gericht zugab.

Ein Richter in Florida hat daher die Freilassung des 28-Jährigen gegen Kaution aufgehoben. Der Angeklagte stellte sich laut seinem Anwalt Mark O'Mara am Sonntagnachmittag (Ortszeit) der Polizei. Der 28-Jährige wurde in Handschellen in eine Einzelzelle gebracht, wie ein Polizeisprecher mitteilte. „Er war ruhig und kooperativ.“ Er habe bis dahin an einem „sicheren, geheimen“ Ort aufgehalten, schrieb der Verteidiger auf seiner Website.

Zimmerman und seine Frau hätten bei einer Anhörung im April gelogen und falsche Angaben über ihre finanziellen Verhältnisse gemacht, befand die Staatsanwaltschaft. Seine Frau Shellie hatte ausgesagt, sie befinde sich noch in der Ausbildung und ihr Mann sei arbeitslos.

Aufgrund dieser Anhörung wurde damals eine Kaution von 150 000 Dollar festgelegt. Zimmerman bezahlte wie üblich zehn Prozent davon und kam auf freien Fuß.

Tatsächlich, so die Staatsanwaltschaft, habe der Hobby-Wachmann 135 000 Dollar von Sympathisanten über seine Webseite eingenommen, die er nach dem Vorfall eingerichtet hatte.

„Er kann sich nicht zurücklehnen und den Vorteil einer niedrigen Kaution auf der Basis einer Falschaussage genießen“, zitierte der Sender Fox News den Richter, Kenneth Lester.

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Weitere Ungereimtheiten nagen an Zimmermans Glaubwürdigkeit

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