Raumfahrt
Nasa verschiebt Start von Weltraumsonde

Um die Erde wabern zwei große Gürtel, die geladene Teilchen aus dem All enthalten. Zwei Weltraumsonden der US-Raumfahrtbehörde Nasa sollen sie nun genauer vermessen. Ihr Start musste allerdings verschoben werden.
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WashingtonDie US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Start ihrer jüngsten Weltraumwetter-Mission auf Freitag verschoben. Ursprünglich sollte die Atlas-Rakete mit zwei Raumsonden an Bord am Donnerstag gegen 10.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten. Ein Startfahrzeug habe aber noch einmal überprüft werden müssen, teilte die Nasa am Mittwoch (Ortszeit) mit. Inzwischen sei alles vorbereitet, und auch die Wetteraussichten seien gut.

Die Zwillingssonden „Radiation Belt Storm Probes“ (RBSP) sollen mindestens zwei Jahre lang durch die sogenannten Strahlungsgürtel fliegen, von denen die Erde umgeben ist. Dabei handelt es sich um zwei Regionen im Abstand von 100 bis 10 000 und 20 000 bis 64 000 Kilometern von der Erde, in denen das Erdmagnetfeld energiereiche, elektrisch geladene Elementarteilchen einfängt, hauptsächlich Elektronen und Wasserstoff-Atomkerne (Protonen) von der Sonne. Die schnellen Teilchen umkreisen die Erde und stellen eine Gefahr für Satelliten und Astronauten dar, die sich in den Strahlungsgürteln aufhalten.

Diese sogenannten Van-Allen-Gürtel, benannt nach ihrem Entdecker James van Allen, sind nicht stabil, sondern ändern sich stark in Abhängigkeit vom Weltraumwetter. Unter diesem Begriff werden die schwankenden Teilchen- und Strahlungsströme von der Sonne zusammengefasst. Sonnenstürme können dabei die Strahlungsgürtel stark mit schnellen Teilchen aufladen - oder aber sie nahezu entvölkern. Wann es zu welchem Phänomen kommt, ist noch nicht im Detail geklärt. Die Zwillingssonden sollen helfen, diese Variabilität besser zu verstehen. Sie werden hintereinander auf derselben Bahn durch beide Strahlungsgürtel kreuzen, um so zeitliche und räumliche Schwankungen der beiden Gürtel messen zu können.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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