Rauschgift Neue Drogen fordern mehr Todesfälle

Die Zahl der Todesopfer durch synthetische Drogen hat sich binnen eines Jahres verfünffacht. 2014 starben insgesamt 1032 Menschen wegen ihres Drogenkonsums – drei Prozent mehr als im Vorjahr.
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Sogenannte Legal Highs werden teils öffentlich verkauft – offiziell unter anderem als Badezusätze. Quelle: dpa
Legal Highs

Sogenannte Legal Highs werden teils öffentlich verkauft – offiziell unter anderem als Badezusätze.

(Foto: dpa)

BerlinImmer mehr Menschen in Deutschland gefährden sich durch neue künstliche Drogen. So stieg die Zahl der Toten wegen dieser sogenannten Legal Highs und anderer synthetischer Rauschmittel binnen eines Jahres von nur 5 auf 25, wie Bundeskriminalamt und Bundesregierung am Dienstag in Berlin mitteilten. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 1032 Menschen wegen ihres Drogenkonsums – drei Prozent mehr als im Vorjahr.

„Im vergangenen Jahr starben leider drei Minderjährige durch illegale Drogen“, teilte die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) weiter mit. Der Chef des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, sagte: „Synthetischen Drogen haben eine immer größere Bedeutung.“

Die Bedeutung pflanzlicher Drogen sinke mit Ausnahme von Cannabis.

Haschisch, „Legal Highs“ und Co.
Trend in der Drogenbranche
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„Legal Highs“ sind Drogen, die getarnt als Kräutermischungen und Badesalze legal verkauft werden dürfen. Eine Richtung, die sowohl gefährlich ist aufgrund von fragwürdigen Inhaltsstoffen als auch durch einen offeneren Umgang mit Drogen unnötig scheint.

Bunte Tüte
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Ein Tütchen der Designerdrogen „Spice“.

Urteil
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Der Bundesgerichtshof hat am 14. Januar 2015 in einer Entscheidung die nicht geringe Menge von verschiedenen synthetischen Cannabinoiden geregelt. Sie liegen bei zwei Gramm, bei anderen Wirkstoffen bei sechs Gramm.

Legaler Rausch mit Marihuana
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Weltweit demonstrieren Menschen für die Legalisierung von Marihuana. In Chile ist der Konsum von Cannabis durchaus erlaubt, Anbau und Verkauf hingegen sind verboten.

Der Bayern-Parteitag der FDP
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Ein Zeichen dafür, dass die Debatte um die Legalisierung von Cannabis in der Politik wieder an Stellenwert gewinnt.

US-Bürger Chico Benjamin Suarez seine legal angebaute Pflanzen
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Der US-Bundesstaat Colorado ist bezüglich Cannabis-Legalisierung ein Vorreiter.

Zu 85 Prozent handelt es sich bei den Rauschgifttoten um Männer. Der Altersdurchschnitt der Drogentoten stieg auf rund 38 Jahre an. Die Haupttodesursache war nach wie vor eine Überdosis Heroin, oft in Verbindung mit anderen Stoffen.

Mortler kündigte ein neues Gesetz an, nach dem künftig alle Substanzen genereller als illegal eingestuft werden können. Es werde eine „mutige Lösung“ geben. Heute fallen neue Designerdrogen nach kleinen molekularen Veränderungen oft nicht unter bereits ausgesprochene Verbote.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Rauschgift: Neue Drogen fordern mehr Todesfälle"

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  • Man sollte zum Vergleich die absoluten Zahlen der Alkohol-Opfer angeben. Auch sollte man wenigstens die Amphetamine kontrolliert fertigen und in Apotheken legal abgeben.

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