Reaktorunglück Fukushima
Hoffnungsschimmer im Kampf gegen Strahlung

Gute Nachrichten aus Japan: Die Überprüfung des Reaktorbehälters von Fukushima eins hat bisher keine ernsten Schäden gezeigt. Damit rückt eine Kühlung der teils freiliegenden Brennstäbe in greifbare Nähe.
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TokioFerngesteuerte Roboter haben bei einer Kontrolle des Reaktorbehälters des bei der Naturkatastrophe havarierten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima zunächst „keinen bemerkenswerten Wasserausfluss“ entdeckt. Dies teilte der AKW-Betreiber Tepco nach japanischen Medienberichten am Mittwoch mit. Die Untersuchungen würden fortgesetzt. Dazu werde mehr Wasser in den Behälter geleitet. Es solle dann unter anderem gemessen werden, ob es beim Druck Veränderungen gibt, hieß es bei der Nachrichtenagentur Kyodo.

Der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde Nisa, Hidehiko Nishiyama, sagte vor Journalisten, dass dennoch die Möglichkeit eines Lecks bestehe. Die Roboter hätten nur einen Teil des Reaktorgebäudes untersucht.

Falls keine Probleme auftauchten, könne in den kommenden Tagen damit begonnen werden, die Brennstäbe wieder vollständig mit Wasser zu bedecken, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press.

Die Nachrichtenagentur Kyodo hatte unter Berufung auf die Atomsicherheitsbehörde gemeldet, dass aus dem Reaktor 1 möglicherweise Wasser ausläuft. Dies könne das Einleiten von Kühlwasser in die innere Schutzhülle behindern, mit dem die Brennstäbe im Inneren vor dem Schmelzen bewahrt werden sollen. Das Mega-Erdbeben und der nachfolgende Tsunami am 11. März hatten das Atomkraftwerk schwer beschädigt.

Allerdings hat eine Arbeiterin am zerstörten Atomkraftwerk Fukushima eine viel zu hohe Strahlendosis abbekommen. Der Wert sei mit 17,55 Millisievert mehr als drei Mal so hoch wie der festgelegte Grenzwert von fünf Millisievert für einen Zeitraum von drei Monaten, zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch den Betreiber Tepco. Gemessen wurde der Wert bereits Ende März. Die Frau, die in den 50ern sei, habe derzeit keine gesundheitlichen Probleme. Gefährlich bei radioaktiver Verstrahlung sind allerdings die Langzeitfolgen - wie etwa ein erhöhtes Krebsrisiko.

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