Reaktorunglück in Japan
Starke Strahlung außerhalb der Evakuierungszone

Greenpeace hat rund 60 Kilometer vom Unglücksreaktor Fukushima entfernt überhöhte Strahlungswerte gemessen. Vor allem seien Präventionsmaßnahmen der Regierung fast nicht vorhanden. Am Reaktor bleibt Wasser das Problem.
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Tokio/BerlinIn der Atomruine Fukushima und der Katastrophenregion werden immer mehr Details über die Höhe der Strahlung bekannt. Die Unglücksgegend ist nach Messungen der Umweltorganisation Greenpeace deutlich radioaktiv belastet. Innerhalb der zerstörten Reaktoren maßen ferngesteuerte Roboter am Sonntag stark erhöhte Strahlenwerte. Große Mengen an radioaktiv verseuchtem Wasser erschwerten die Arbeiten in der Atomruine. Fünf Wochen nach der Katastrophe bekommen Verbraucher in Deutschland die Folgen von Produktionsausfällen zu spüren.

Die Umweltorganisation Greenpeace fürchtet eine weltweit steigende Strahlenbelastung infolge der Atomkatastrophe. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betonte am Montag aber, in Deutschland seien keine Gesundheitsgefahren wegen radioaktiver Stoffe aus Japan zu befürchten.

In der Stadt Fukushima, rund 60 Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt, seien noch bis zu vier Mikrosievert pro Stunde gemessen worden, sagte Greenpeace-Experte Thomas Breuer am Montag in Hamburg. Die Bevölkerung bekomme dort in 14 Tagen die höchste vertretbare künstliche Strahlendosis für ein Jahr ab.

In der Stadt Koriyama sei diese Dosis in 42 Tagen erreicht. Die höchste Strahlenbelastung maß das Team nach Breuers Angaben in zwei Dörfern der Region mit sieben bis 48 Mikrosievert pro Stunde. Dort erhielten die Bewohner im Schnitt bereits in zwei Tagen die Jahresdosis.

Greenpeace sieht eine zusätzliche Belastung von 1000 Mikrosievert (1 Millisievert) im Jahr als höchste vertretbare Dosis an. Dieser Wert liegt in etwa bei der Hälfte der durchschnittlichen natürlichen Strahlenbelastung in Deutschland. Es müsse über weitere Evakuierungen nachgedacht werden ebenso über Maßnahmen gegen den radioaktiven Staub. Spielplätze und Kindergarten sollten vielerorts geschlossen werden.

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  • Das können Sie zigmal vorbeten, dass das so ist. Nur wenige wissen,dass diese Beben durch die neuesten Waffentechnologien verursacht werden können. Die Leute sind naiv und wollen es auch bleiben. Sie glauben imemr noch,dass es sich um Geschnisse aufgrund der CO2-Klimaerwärmung handelt...die Klimalüge. Sicherlich gibt es auch dort Folgen wie zum Beispiel das Abschmelzen der arktischen Gletscher. Ein ganz anderes Thema ist das, das man dazu benutzt, die Leute zu verblenden und den Irrglauben zu verbreiten, dass Hurrikans, Tornados und Beben auch auf Klimaveränderungen zur+ückzuführen sind, wobei dieses ja durch EM-gesteuerte Waffen gemacht wird.
    Bemerkenswert ist, dass so Nationen geschwächt werden und man diese vermutlich versucht unter eine fremde Herrschaft zu bringen, indem man sie am Kaufen und Verkaufen hindert. Die japanischen Handelsschiffe können ja die regulären Handelshäfen auch nicht mehr ungehindert ansteuern. Das ist modernste Kriegsführung. Und als nächsten ist Amerika dran - so wird dann diese Nation durch kontinuierliche "Natur"katastrophen (Hurrikans, Kältewllen, Beben) wirtschaftlich ind ie Knie gezwungen mit einem gewissen Ziel.

    Wer sich mal umhören möchte: es gibt genügend Infos im Internet, WESHALB das alles so geschieht.

  • Die Akw`s landen demnächst in den Tiefen des Pazifik, wenn die Hälfte von Japan wegbricht durch die generierten Beben.....
    Dann kommen noch ca. 15 Akw`s von dem geplanten großen Beben an der New Madrid fault dazu......
    Dazu kommen noch ein paar von der Westküste Amerikas.....

  • Der Grenzwert wird von Greenpeace mit 1000 Mikrosievert (1 Millisievert) pro Jahr angegeben. Noch 60 Kilometer vom Reaktor Fukushima entfernt konnte in der Spitze ein Strahlungswert von 4 Mikrosievert pro Stunde festegestellt werden. Bei diesem Wert wäre nach weniger 14 Tagen die Jahreshöchstdosis überschritten.

    In den Regionen näher am Reaktor, mit Spitzen bis 48 Mikrosievert pro Stunde, kann das in zwei, bei maximaler gemessener Belastung auch nach 24 Stunden der Fall sein.

    Die Jahresdosis bezieht sich auf radioaktive Strahlung, die über die permanente und unvermeidliche Hintergrundstrahlung hinaus geht. 1000 Mikrosievert ist bereits der Wert, der die gesundheitsgefährdende Grenze, auch bei außergewöhnlichen Ereignisse, setzt.

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