Regen in Kalifornien: Buschbrände bedrohen USA und Australien

Regen in Kalifornien
Buschbrände bedrohen USA und Australien

Die USA kämpfen derzeit mit extremen Wetterlagen. In Texas und Oklahoma wüten Buschbrände, während Kalifornien von Wassermassen bedroht wird. Ein Heer von Feuerwehrleuten kämpfte am Montag im Süden der Vereinigten Staaten gegen sich weiter ausbreitende Gras- und Buschbrände.

HB WASHINGTON/SYDNEY. Starker Westwind machte neben extremer Trockenheit die Löscharbeiten zu einem nahezu aussichtslosen Unterfangen. Zur gleichen Zeit versinkt der Sonnenstaat Kalifornien weiter im Regen. Während am Montag in überfluteten Ortschaften der Weingebiete Napa und Sonoma nördlich von San Francisco zumindest teilweise die Aufräumarbeiten begannen, fing im Süden des Staates das Zittern an. In Australien beruhigte sich die Lage: Kühleres Wetter und etwas Regen brachten Entspannung im Kampf gegen die Buschbrände im Südosten des Landes.

In Texas und Oklahoma ist dagegen für die gesamte Woche keine Entwarnung in Sicht: Es soll weiter trocken und windig bleiben. „Es wird noch schlimmer werden, bevor es besser wird“, sagte ein Feuerwehrsprecher in Oklahoma. Nachdem es schon in der vergangenen Woche an verschiedenen Stellen lichterloh gebrannt hatte, waren allein in Texas am Sonntag nach Behördenangaben mindestens 20 weitere Brände entfacht. Auch in Oklahoma stand die durch Nationalgardisten verstärkte Feuerwehr weitgehend auf verlorenem Posten. Hier loderten am Montag mindestens 30 größere Feuer. Nach Angaben der Zeitung „Oklahoman“ sind in dem Staat seit November schon rund 100 000 Hektar Land verbrannt.

Nachdem im Süden Kaliforniens am Sonntagabend heftige Niederschläge eingesetzt hatten, wurden in zuvor von Waldbränden heimgesuchten Hügelregionen an der Küste Erdrutsche und Springfluten erwartet - ein blitzschnelles gefährliches Anschwellen von Bächen und Flüssen. Bislang werden die Schäden infolge der Überschwemmungen auf dutzende Mill. Dollar geschätzt - allein 50 Mill. Dollar (42 Mill. Euro) in den Bezirken Napa und Sonoma im Norden. Mindestens zwei Menschen wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen.

Für die Region von Santa Barbara, einem beliebten Prominentenort an der südlichen Pazifikküste, wurde am Montag eine Springflutwarnung ausgegeben, nachdem sich dort Bäche von Rinnsalen in reißende Fluten verwandelt hatten. Besonderes Augenmerk galt auch der Küstenautobahn von Malibu bei Los Angeles, wo viele Prominente wohnen. Hier waren Hügelabhänge entlang der Straße bereits am Montagmorgen so stark mit Wasser voll gesogen, dass eine Blockade dieser wichtigen Küsten- Verkehrsader wegen abrutschender Erdmassen befürchtet wurde.

Im Norden Kaliforniens, wo nach ununterbrochenem Regen seit Freitag Flüsse über die Ufer getreten und Wohnmobil-Siedlungen sowie Ortsteile überflutet worden waren, wateten die Menschen am Montag durch dicken Schlamm auf den Straßen. Am Sonntag hatte ihnen eine zweite schwere Schlechtwetterfront neue heftige Niederschläge und damit weitere Überschwemmungen beschert. Betroffen war auch ein Flussmündungsgebiet nahe der kalifornischen Hauptstadt Sacramento: Hier mussten am Sonntag (Ortszeit) nach der Überflutung eines Damms hunderte Menschen aus ihren Häusern fliehen.

Unterdessen entspannte sich die Lage im Kampf gegen die Buschbrände im Südosten Australiens. Die Feuerwehr versuche nun im Wettlauf gegen die Zeit, die mehr als 20 Brandherde im Bundesstaat New South Wales unter Kontrolle zu bringen, sagte Feuerwehrchef Phil Koperberg. „Wir erwarten, dass alle Feuer bis Freitag eingedämmt sind.“ Am Neujahrstag waren noch mehr als 40 Brände gezählt worden. Während der Löscharbeiten starb ein 64 Jahre alter freiwilliger Sanitäter vermutlich an einem Herzinfarkt. Ein 21 Jahre alter Feuerwehrmann erlitt schwere Verbrennungen und befand sich am Montag noch in kritischem Zustand.

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