Reich mit Marihuana
Vom Cannabis-Händler zum Drogenbaron

Seit der Marihuana-Handel in einigen US-Staaten legalisiert wurde, boomt die Branche. Der Dope-Handel ist zu einem Millionengeschäft geworden. Wer allerdings Pot-Baron werden möchte, muss sich beeilen.
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New YorkAm Anfang war eine Annonce. „Die Cannabis-Industrie sucht Mitarbeiter – werde ein Freiheitskämpfer und verdiene 50.000 bis 100.000 Dollar im Jahr.“ So war es im November 2007 im Anzeigenteil des „East Bay Express“ zu lesen.

Richard Lee flankierte mit der provokanten Stellenausschreibung in dem kalifornischen Wochenblatt die Gründung der Oaksterdam University, der ersten US-Hochschule für Geschäfte mit Marihuana. Außerdem wollte er ein Zeichen für die Legalisierung der Droge setzen. Wie sehr Lee der Zeit voraus war, sollte sich noch zeigen.

Sieben Jahre später ist das Cannabis College in Oakland Symbol einer Boom-Branche: Aus einem kleinen Klassenraum in einer Ladenzeile wurde ein Uni-Campus mit angeschlossenem Museum, Hanf-Labor und drei weiteren Filialen in den USA.

Neben Gras-Anbau und Kochen mit Cannabis wird dort auch vermittelt, wie der Handel mit Marihuana funktioniert – unter anderem, welche Rechtsrisiken es gibt. Einen offiziell anerkannten Abschluss kann Oaksterdam zwar nicht bieten, trotzdem ist das Abschlusszertifikat gefragt wie nie.

Kein Wunder: Die Nachhilfe können in Amerika derzeit mehr Menschen denn je gebrauchen – in 23 von 50 US-Bundesstaaten ist der Handel mit Marihuana mittlerweile erlaubt. Wenngleich die Droge meist nur zu medizinischen Zwecken zugelassen wird, ist ein großer Markt rund um das Geschäft mit Cannabis entstanden.

Branchenexperten gehen davon aus, dass der Umsatz mit legalen Verkäufen 2014 auf umgerechnet fast zwei Milliarden Euro ansteigen und in den nächsten Jahren weiter massiv wachsen wird. Das lockt immer mehr Glücksritter an.

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Banken wollen mit Marihuana-Geschäft nichts zu tun haben

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