Reisende sollten sich impfen
"Vogelgrippe ist auch in Europa möglich"

Ein Ausbruch der Vogelgrippe ist nach Meinung von Thilo Bode, Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Foodwatch, auch in Europa möglich. Schuld daran könnten die engen Hühner-Bestandsdichten sein, sagte er dem ZDF-Magazin „Wiso“ vom Montag.

HB HAMBURG/MAINZ/BERLIN/HANOI/BANGKOK/LONDON. Er verwies auf das Auftreten der Vogelgrippe im vergangenen Jahr in Holland und vor zwei Jahren in Italien. In Holland seien 15 Millionen Hühner getötet worden. „Solange wir diese Art der Tierhaltung haben und auch die engen Bestandsdichten, kann so ein Grippevirus überall ausbrechen und sich auch sehr schnell verbreiten. Also besteht auch in Europa diese potenzielle Gefahr durchaus.“

Trotz der massenhaften Tötung von Geflügel greift die Vogelgrippe-Epidemie in Asien weiter um sich und hat erneut zwei Menschen getötet. Die Zahl der Opfer erhöhte sich auf insgesamt zwölf, nachdem die Behörden am Montag den Tod eines Vietnamesen und einer Thailänderin durch die Tierseuche bekannt gaben. Beide hatten sich wahrscheinlich durch Hühner infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Sonntag von einer ersten möglichen Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch berichtet.

Zwei in Vietnam an der Tierseuche gestorbene Schwestern hatten sich laut WHO eventuell bei ihrem Bruder angesteckt, der vor ihnen einer unbekannten Atemwegserkrankung erlegen war. Mit Blick auf den Fall sagte der WHO-Sprecher Bob Dietz, dass eine mögliche Übertragung innerhalb dieser Familie keinen Hinweis auf eine hohe Ansteckungsgefahr liefere. Bei den Schwestern, die an dem Vogelgrippe-Erreger H5N1 und nicht an einer mutierten Version gestorben seien, habe lediglich keine Verbindung zu Geflügel hergestellt werden können.

Mit den am Montag bekannt gewordenen Todesfällen - einem 18 Jahre alten Vietnamesen und einer 58-jährigen Thailänderin - sind in Vietnam bislang mindestens 9 und in Thailand 3 Menschen an dem Erreger gestorben. Unterdessen breitete sich die Krankheit in beiden Ländern weiter aus.

Die 58-Jährige, die in Thailand an der Vogelgrippe starb, sei von infizierten Hühnern angesteckt worden, sagte Gesundheitsministerin Sudarat Keyuraphan. Bei einem sieben Jahre alten Junge sei außerdem eine Erkrankung bestätigt worden. Er schwebe in Lebensgefahr. Daneben werde bei 18 weiteren Patienten eine Infektion mit dem Erreger vermutet, von denen einige gestorben sind. Die Krankheit sei inzwischen auch auf die touristische Provinz Mae Hong Son 640 Kilometer nördlich von Bangkok vorgerückt und trete inzwischen in 30 der 76 thailändischen Provinzen auf. Bis zum Montag seien über 25 Millionen Stück Federvieh im Land getötet worden.

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