Rekordernte in Afghanistan
Zoll beschlagnahmte Rekordmenge an Drogen

Die Menge an beschlagnahmten Drogen hat in Deutschland im vergangenen Jahr offenbar einen Rekordstand erreicht. In Afghanistan hätten die Bauern ihre Anbauflächen für Schlafmohn massiv vergrößert.

HB BERLIN. Der deutsche Zoll hat eine Rekordmenge an Drogen im vergangenen Jahr sichergestellt. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Focus» am Sonntag vorab unter Berufung auf noch unveröffentlichte Zahlen des Zollkriminalamts. So seien insgesamt über 7200 Kilogramm Marihuana, etwa 250 Kilogramm Opium, knapp 1700 Kilogramm Kokain und 688 Kilogramm Heroin beschlagnahmt worden. Der Zoll bestätigte die Zahlen zunächst nicht.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, hängt die große Menge an sichergestelltem Opium und Heroin mit einer Rekordernte der afghanischen Bauern zusammen. Sie hätten ihre Schlafmohn-Anbauflächen in einem Jahr um 64 Prozent auf 131.000 Hektar vergrößert.

Insgesamt, so schätzt der stellvertretende Leiter des Bereichs Rauschgift bei Europol in Den Haag, Jörg Mölling, seien von Afghanistan aus mehr als 500 Tonnen Heroin und Morphine im letzten Jahr ins Ausland geschmuggelt.

Im Jahr 2003 waren der ZKA-Statistik zufolge rund 1000 Kilogramm Kokain und 7000 Kilogramm Haschisch und Marihuana sichergestellt worden, beim Heroin waren es 422 Kilogramm. Den besonders starken Anstieg beim Kokain führte Mölling insbesondere auf die verstärkten Kontrollen auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol zurück. Dadurch seien die Schmuggler nach Frankfurt am Main verdrängt worden. Dort wurden im letzten Jahr 50 Kuriere festgenommen, die Kokain im Körper einschmuggeln wollten.

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