Rekordschneemassen auch in Kanada
Hundertausende Amerikaner sitzen im Dunkeln

Nach den heftigen Winterstürmen der vergangenen Tage sind am Dienstag mehr als 110 000 Haushalte und Geschäfte im Mittleren Westen der USA von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Im Nordosten des Landes und in Teilen Kanadas hielt das Verkehrschaos weiter an, nachdem seit dem Wochenende stellenweise bis zu 46 Zentimeter Schnee gefallen waren.

HB OKLAHOMA CITY. Die Zahl der Todesfälle infolge des Winterwetters im Mittleren Westen gaben die US-Behörden mit 27 an. 16 Menschen kamen demnach bei Verkehrsunfällen ums Leben, acht bei Bränden, zwei durch Rauchgasvergiftungen, und ein Mensch erfror.

Während die Temperaturen bis auf Minus zehn Grad Celsius fielen, blieben in den US-Staaten Oklahoma und Kansas über 110 000 Gebäude ohne Strom. Das bedeute für Tausende, ohne Heizung auskommen zu müssen. „Wir hatten Leute, die Generatoren benutzt haben, die jetzt kein Geld mehr für das Benzin haben“, sagte der Vorsitzende des Roten Kreuzes von Oklahoma, Vince Hernandez.

Für 90 000 Eigenheime in Oklahoma soll die Stromversorgung bis Mittwoch oder Donnerstag wieder hergestellt sein. Weniger Hoffnung bestand für 24 000 Kunden in Kansas. Wegen eines weiteren Wintersturms rechnet das örtliche Versorgungsunternehmen erst im Laufe der nächsten Woche mit einer Normalisierung der Situation. „Wir hoffen, dass alle bis Weihnachten wieder angeschlossen sind“, sagte ein Sprecher der Kansas Electric Cooperatives.

Auch in Kanada brachten Winterstürme rekordverdächtige Schneemengen. Am Flughafen von Ottawa fielen am Wochenende 37 Zentimeter Schnee - die größte Menge seit 1977, wie Wetterbehörden mitteilten. In Lewis, in der Nähe von Québec, ist am Montag eine Siebenjährige ums Leben gekommen. Sie erstickte offenbar, als ein Tunnel, den sie im Schnee gebuddelt hatte, über ihr zusammenbrach. Den Behörden zufolge kamen seit dem Wochenende mindestens drei weitere Menschen durch die schweren Winterstürme zu Tode.

In der vergangenen Woche war der Mittlere Westen und der Nordosten der USA bereits zum Teil lahmgelegt gewesen. Die Zahl der Todesfälle infolge des Wintereinbruchs wurde mit mindestens 38 angegeben. Ursache waren zumeist Verkehrsunfälle.

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