Reparaturen an der ISS
Keine Zeit für Golf im All

Mission erfolgreich: Nach mehrstündigen Reparaturen an der Internationalen Raumstation (ISS) kehrten beide Besatzungsmitglieder wohlbehalten vom Außeneinsatz zurück. Ein geplantes Golfspiel im All musste allerdings abgesagt werden – auch aus Sicherheitsgründen.

HB MOSKAU/WASHINGTON. Der russische ISS- Kommandant Pawel Winogradow und sein US-Kollege Jeff Williams kehrten am Freitagmorgen wohlbehalten in die Station zurück, wie ein Sprecher der Flugleitzentrale bei Moskau mitteilte. Zuvor hatten die beiden Raumfahrer unter anderem eine defekte Abzugsöffnung an einem Gerät zur Sauerstofferzeugung repariert und eine defekte Außenkamera ausgewechselt.

Die ursprünglich auf 5 Stunden und 40 Minuten geplante Außenarbeit war um knapp eine Stunde verlängert worden, weil sich die Vorbereitung auf den Einsatz verzögert hatte. Für Winogradow war es der sechste Außeneinsatz im All, Williams verließ die ISS zum zweiten Mal.

Ursprünglich war geplant gewesen, dass Winogradow als Werbegag für ein kanadisches Unternehmen während des Außeneinsatzes einen Golfball ins All schlägt. Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA hatten jedoch geltend gemacht, dass der mit einer Geschwindigkeit von knapp acht Kilometern pro Sekunde fliegende Golfball sowohl die ISS selbst als auch andere Raumapparate gefährden könnte. Nach Berechnungen von Wissenschaftlern sollte der Ball vier Jahre lang um die Erde kreisen, bevor er in den dichteren Schichten der Atmosphäre verglüht. Die Golfausrüstung war Ende April mit Nachschub in die Raumstation gebracht worden. Möglicherweise wird das kosmische Golfspiel zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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