Rettung aus Down Under Australier will griechischem Rentner helfen

Das Foto des weinenden griechischen Rentners vor einem Bankautomat in Thessaloniki erschütterte das Netz. Und schaffte es bis nach Australien und zu James Koufos. Der will dem Griechen jetzt helfen.
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Dieses Bild geht um die Welt: In Thessaloniki bricht der Rentner Giorgos Chatzifotiadis weinend zusammen, weil keine Bank ihm seine Rente auszahlt. Quelle: AFP
Ein griechischer Rentner verzweifelt

Dieses Bild geht um die Welt: In Thessaloniki bricht der Rentner Giorgos Chatzifotiadis weinend zusammen, weil keine Bank ihm seine Rente auszahlt.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDas Bild des 77-jährigen Rentners Giorgos Chatzifotiadis bewegt das Netz. Es zeigt ihn, in sich zusammengesunken und weinend, neben einem Bankautomat in der griechischen Stadt Thessaloniki. Der Nachrichtenagentur AFP berichtete er, wie er bereits zuvor bei drei Banken gewesen sei, um für seine kranke Frau wenigstens einen Teil der Rente zu ergattern. Doch fand er sich stets vor verschlossenen Türen wieder. Bei der vierten Bank dann zunächst Hoffnung, aber Geld bekam er trotzdem nicht.

Das Bild des weinenden Griechen bewegt das Netz und wurde auch auf der Handelsblatt-Facebookseite disktutiert. Und das Foto schaffte es auch bis ans andere Ende der Welt. Hier lebt James Koufos, griechischstämmiger Australier und CEO und Grüner einer Finanzfirma. Auch er hat das Foto gesehen und erkennt in dem Mann einen alten Schulfreund seines Vaters. Er ist schockiert und möchte helfen: Auf Facebook wendet sich der Finanzmanager an seine Freunde. Man müsse den Mann finden. Seine Firma und er wollen dem Griechen die Rente zahlen – 250 Euro für mindestens 12 Monate.

Der Hilferuf kommt an: Auf der Facebook-Seite von Koufos finden sich zahlreiche Postings, in denen Dank, Zustimmung, aber auch Beteiligung an der Renten-Spendenaktion angekündigt werden – von überall auf der Welt. Und auch die australischen Medien sind auf den Aufruf aufmerksam geworden. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht Koufos ein Foto von sich in einem australischem Fernsehstudio.

Und tatsächlich: Rentner Chatzifotiadis wurde gefunden. Seine Mutter, die in Griechenland ist, habe Kontakt mit ihm aufgenommen, berichtet Koufos dem Nachrichtenportal „News.com.au“. Und er werde einen Weg finden, um dem Verzweifelten das Geld zu bringen: Über Freunde, ein Bankkonto oder Geldtransfer, selbst einen internationalen Kurier würde er bezahlen. Hauptsache, das Geld komme an.

Der Nachrichtenagentur AFP sagte Koufos, dass er am Samstag nach Athen fliegen will, um Chatzifotiadis später in Thessaloniki zu treffen. Es sei als „Überraschung" gedacht. Er wolle dem Rentner einen „ordentlichen Geldbetrag“ geben.

Außerdem werde Geld gesammelt, um auch andere hilfsbedürftige Griechen zu unterstützen, sagte Koufos. Sie stünden unter anderem in Kontakt mit Zufluchtsorten für Notleidende in Athen und Thessaloniki.

  • jos
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  • So sieht Menschlichkeit aus liebe Politiker! Ich finde der Artikel gehört dauerhaft auf die Startseite

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