Rettungsaktion in New Orleans
Zehntausende werden aus Football-Stadion befreit

Die Vorbereitungen zur Evakuierung des Footballstadions „Superdome“ im überfluteten New Orleans haben am Mittwoch begonnen. Zuletzt befanden sich noch 23 000 Menschen in der Anlage. Sie sollen mit Bussen abgeholt und zunächst in das 500 Kilometer entfernte Stadion Astrodrome in Houston (Texas) gebracht werden.

HB NEW ORLEANS. Das kündigte die Gouverneurin Kathleen Blanco an. Die Menschen waren vor Hurrikan „Katrina“ geflüchtet und harrten unter immer unmenschlicheren Bedingungen teils seit Sonntag in der Arena aus.

Die Verzweiflung in den Straßen der Stadt stieg stündlich. „Wir sollen gehen. Aber wohin?“, rief ein von der Hitze gezeichneter Mann in die Fernsehkameras. Tausende Menschen, die noch in ihren Häusern ausgeharrt hatten, flüchteten am Mittwoch, weil der Wasserspiegel in der Stadt mit einst 485 000 Einwohnern weiter stieg. Auf einer höher gelegenen Durchgangsstraße waren Tausende ziellos unterwegs, viele mit Kindern auf den Armen, die Alten gestützt auf Angehörige. Manche ließen sich am Straßenrand nieder und versuchten, sich mit Decken notdürftig vor der sengenden Sonne zu schützen.

Die Behörden in Mississippi sprachen am Mittwoch bereits von mindestens 110 Toten, doch konzentrierten die Einsatzkräfte zunächst noch alle Anstrengungen auf die Rettung von Überlebenden. Die endgültige Opferbilanz dürfte erheblich höher ausfallen.

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