Revanche-Gelüste
Kachelmann verspottet Schwarzer

Es wäre eine besondere Art der Rache: Alice Schwarzer hatte nach dem Kachelmann-Prozess gegen den TV-Moderator gewettert. Nun hat sie selbst Ärger mit der Justiz – und Kachelmann holt zum Gegenschlag aus.
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In einer Vorabmeldung hat der Focus am heutigen Freitag berichtet, dass die Steueraffäre um Schwarzer weitergehe. So sollen Steuerfahnder am 20. Mai die Wohnung der 71-Jährigen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung durchsucht haben. Die Frauenrechtlerin hatte 2013 dem Fiskus ein Geheimkonto in der Schweiz offenbart und sich selbst angezeigt.

Diese Selbstanzeige könnte allerdings unvollständig sein. Anfang des Jahres hatte sich Schwarzer sehr darüber beschwert, dass ihr Steuerfall publik wurde. Sie vermutete dahinter eine Kampagne wegen ihres Kampfes gegen die Prostitution.

Doch wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Den gibt es vor allen in Zeiten von Twitter frei Haus. Kachelmann reagierte auf die Focus-Meldung sehr schnell. „Ich habe 2010 gelernt, dass sich jeder Idiot Gerichtsberichterstatter nennen darf. Also auch ich. Für wen darf ich zum #Schwarzer-Prozess?”, twitterte er und gab mit dem nicht ganz ernst gemeinten Ziel sowohl Schwarzer als auch den Medien einen mit.

Nach dem Freispruch für den ehemaligen TV-Moderator hatte Schwarzer geschrieben, der Rechtsstaat habe „Schaden genommen”.

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  • Schön ist doch zu sehen, wie sich einige Menschen selbst entlarfen. Tja, Frau Schwarzer, ein wenig Schadenfreude ist schon dabei. Man erinnere sich, was Frau Schwarzer als Grund anführte, weshalb sie das Geld in der Schweiz anlegte: aufgrund der dauerhaften Anfeindungen gegen sie in Deutschland fand sie Geld in der Schweiz sicherer... Was wollen uns diese Worte sagen bzw. was unterstellen sie? Diese Zeilen kann ich Ihr nicht vergeben.

  • Ich gehe doch davon aus, daß Herr Kachelmann für die gleichen Verlage scheiben wird....

  • Die Schwarzer meinte das mit dem beschädigten Rechtsstaat sicherlich voller Reumut, nachdem sie VOR dem Prozess gefordert hatte, dass Herr Kachelman "schwer zu bestrafen sei". Ich hoffe nun, dass im Vorfeld zu ihrem Prozess die selbe Forderung angemessen ist.

    Und es würde mich sehr freuen, wenn dies so wäre, damit Uli Hoeness nicht alleine schmoren muss. Selbst wenn das Ganze sich dann als Machenschaft gegen Feminismus, Anti-Prostitutionsbewegung, Gleichberechtigung und sonstiges entpuppen würde.

    Das muss man sich immer wieder vor Augen halten, um nicht vom Glauben abzufallen: lässt sich ihren Persönlichen Kampf gegen die Männer insgesamt aus Steuermitteln finanzieren, kassiert massenweise Honorare aus der Rundfunksteuer und bringt dann ihr Geld in die Schweiz um Steuern zu hinterziehen.

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