Reynaldo Bignone
15 Jahre Haft für letzten Diktator Argentiniens

Argentiniens letzter Junta-Chef Reynaldo Bignone erhält erneut eine Haftstrafe. Ex-General, der bereits eine lebenslange Haftstrafe absitzt, wurde zu weiteren 15 Jahren verurteilt.
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Buenos AiresIn Argentinien ist der letzte Chef der früheren Militärjunta, Reynaldo Bignone, zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Angaben der Justiz vom Donnerstag zufolge erhielt der 83-Jährige, der bereits eine lebenslange Gefängnisstrafe absitzt, weitere 15 Jahre Haft wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der frühere Diktator wurde demnach für seine Verantwortung für Rechtsverletzungen verurteilt, die in einer berüchtigten Haftanstalt nahe der Hauptstadt Buenos Aires während der Militärdiktatur (1976 bis 1983) begangen wurden. In dem Gefängnis wurden damals mutmaßlich Oppositionelle gefoltert.

Der letzte Diktator des Landes war bereits Mitte April dieses Jahres wegen einer Reihe von Menschenrechtsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Erst im vergangenen Jahr hatte er 25 Jahre Haft erhalten. Der Ex-General stand von 1982 bis zur Rückkehr der Demokratie 1983 an der Spitze der Militärdiktatur. Unter den seit 1976 herrschenden Militärmachthabern wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen in Argentinien insgesamt 30.000 Menschen getötet oder verschwanden spurlos.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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