Rheinland-Pfalz
Erde bebt rund um Geothermiekraftwerk

In Rheinland-Pfalz hat ein Erdbeben ein Geothermiekraftwerk heimgesucht. Niemand wurde verletzt, der Untergrund steht jetzt aber unter strenger Beobachtung.
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InsheimDie Erde hat am Geothermiekraftwerk im pfälzischen Insheim in der Nacht zum Mittwoch leicht gebebt. Zu Schaden kam nach Angaben der Pfalzwerke niemand. Der Betreiber vermutet als Ursache der Erschütterung veränderte Fließwege des Thermalwassers. Der Untergrund soll deshalb in den nächsten Tagen beobachtet werden, kündigten die Pfalzwerke am Mittwoch an.

Das Kraftwerk war Ende November 2012 in Betrieb gegangen. Es ist das zweite seiner Art in Rheinland-Pfalz und soll 8000 Haushalte mit Strom versorgen. Derzeit läuft es nur mit reduzierter Leistung. Wegen technischer Probleme hatte das Kraftwerk in diesem Frühjahr drei Monate stillgestanden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sehrn wir doch mal folgendes: Ein Geothermiekraftwerk mit dem Energieträger "Heißwasser" von 150 °C hat einen elektrischen Brutto-Wirkungsgrad um die 12-14%, d.h. es werden schon einmal 86-88% der aus der Erde geholten Energie als Abwärme entsorgt. Betrachtet man jetzt noch den Stromverbrauch für die Pumpen, um das Wasser aus 3-4 km Tiefe hochzupumpen und wieder dorthin zu verpressen, sowie für die Kühlerventilatoren, welche die Abwärme in die Luft pusten, sie brauchen 50-75% der gewonnenen elektrischen Energie (Quelle Geothermieatlas Bayern). Damit bleibt ein Netto-Wirkungsgrad von 6-7 % übrig.
    Dass der Eigenbedarf nicht vom erzeugten und über die Subvention von allen mit 25-30 ct/kWh subventionierten Strom abgezogen wird, sondern billig (als Großverbraucher, ohne EEG-Abgabe) aus dem Netz gezogen wird, wissen sicherlich auch die wenigsten Bürger!

  • @HofmanM
    leider hat die "Kohle-Gas-Kernkraftwerk Erzeugungsmixpark" ein paar gravierede allseits bekannte Nachteile und ist daher keine Perspektive. Für die Zukunft sind neue, sichere, kostengünstige umweltverträgliche, entsorgungsfreie und unerschöpfliche Technologieen notwendig die die bekannten Nachteile dieser Erzeugungsmatrix nicht haben.

  • Laut GFZ Potsdam weist die Seismizitätszone des Rheingebietes seit Jahrtausenden die höchste Bebenaktivität in D auf[1], es ist daher nicht auszuschließen, daß das beobachtete Leichtbeben ganz natürliche Ursachen hat.

    [1] http://edoc.gfz-potsdam.de/gfz/get/6993/0/17c53a8bec91b02b94a147b748a9f17d/6993.pdf

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