Richter Melville: „Wir hatten eine Reihe von Fehlstarts“
Jackson erscheint wieder vor Gericht

Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte US-Popstar Michal Jackson ist am Dienstag erstmals seit seiner Grippe-Erkrankung wieder vor Gericht erschienen.

HB SANTA MARIA. Vor Betreten des Gerichtsgebäudes im kalifornischen Santa Maria winkte der 46-Jährige seinen Fans kurz zu und machte mit den Fingern das Victory-Zeichen als Symbol des Sieges. Das Verfahren wurde mit der Befragung der Geschworenen-Kandidaten fortgesetzt. Wegen Jacksons plötzlicher Krankheit und kurzzeitigen Einlieferung in ein Krankenhaus war die Auswahl der Jury in der vergangenen Woche vertagt worden. Erst wenige Tage zuvor war das Verfahren bereits wegen eines Todesfalls in der Familie des Jackson-Anwalts Tom Mesereau verschoben worden.

„Wir hatten eine Reihe von Fehlstarts“, räumte Richter Rodney Melville ein. Er betonte jedoch gegenüber den Geschworenen-Kandidaten, Jackson sei tatsächlich krank gewesen, und es handele sich dabei nicht um eine Verzögerungstaktik der Verteidigung. Jackson wird vorgeworfen, auf seiner Ranch einen 13-jährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Er weist diese Vorwürfe zurück und beteuert seine Unschuld.

Aus einem Pool von rund 240 Geschwornen-Kandidaten sollen zwölf Männer und Frauen ausgewählt werden, die dann in dem Prozess über das Schicksal des Popstars entscheiden. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung können jeweils Personen ausschließen, die nach ihrer Ansicht nicht fair urteilen können.

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