Riesiger Medienrummel: Kachelmann-Prozessauftakt dauert nur Minuten

Riesiger Medienrummel
Kachelmann-Prozessauftakt dauert nur Minuten

Kaum hatte er begonnen, war er zumindest für diesen Tag auch schon wieder zu Ende: Das Landgericht Mannheim hat den mit Spannung erwarteten und von einem riesigen Medienrummel begleiteten Prozess gegen den Fernsehmoderator Jörg Kachelmann am Montag kurz nach Beginn vertagt.
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HB MANNHEIM. Die Anwälte Kachelmanns hatten am Morgen Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter Michael Seidling und die Richterin Daniela Bültmann gestellt. Die Verhandlung soll am 13. September fortgesetzt werden.

Zur Begründung der Prozessunterbrechung sagte Verteidiger Reinhard Birkenstock: „Herr Kachelmann hat den Befangenheitsantrag gestellt, weil die Sorge besteht, dass die beiden abgestellten Richter-Persönlichkeiten ihm nicht mit der nötigen Unvoreingenommenheit gegenüberstehen.“ Man habe dies „bewusst nicht öffentlich gemacht. Der Grund: Wir wollten die Richter-Persönlichkeiten nicht öffentlich angreifen.“ Das 67-seitige Ablehnungsgesuch wurde zu Protokoll der Geschäftsstelle des Gerichts gegeben.

Der Prozess hatte am Morgen mit leichter Verspätung unter großem Medieninteresse begonnen. Seit den frühen Morgenstunden warteten zahlreiche Zuschauer auf Einlass. Neben den Medienvertretern waren im Saal 1 des Mannheimer Landgerichts 85 Plätze für die Öffentlichkeit vorgesehen. Vor dem Gericht warteten Fernsehteams und Fotografen auf die Beteiligten.

Kachelmann hat zum Prozessbeginn sein Verteidigerteam erweitert: Neben dem Kölner Rechtsanwalt Birkenstock wird er nun auch von der Heidelberger Strafverteidigerin Andrea Combé vertreten. Das mutmaßliche Opfer, eine Radiomoderatorin, erschien zum Prozessauftakt überraschend vor Gericht. Sie wird als Nebenklägerin gleichfalls von einem Anwalt vertreten.

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