"Riesiger Rückschlag"
Fossett gibt trotz Spritmangel nicht auf

Der amerikanische Milliardär Steve Fossett hat seinen Traum, als erster Mensch solo und ohne Zwischenlandung um den Globus zu fliegen, trotz Treibstoffmangels noch nicht aufgegeben.

HB WASHINGTON. Er beschloss am Mittwoch, vorerst weiter zu fliegen, teilte sein Team in Salina (Bundesstaat Kansas) mit. Fossett sei „voller Hoffnung“, dass er den Rekordflug doch noch erfolgreich beenden kann. Er reduzierte die Geschwindigkeit, um mehr Benzin zu sparen. Der „GlobalFlyer“ sollte eigentlich am Donnerstagabend wieder in Salina landen.

Nach gut 42 Stunden Flug und 25 000 zurückgelegten Kilometern nahm Fossett am Mittwochabend (MEZ) von Japan aus Kurs auf Hawaii. Dort sollte erneut entschieden werden, ob der Flug fortgesetzt wird. Die Bodenkontrolle hatte die Hoffnung auf kräftige Rückenwinde, die den „GlobalFlyer“ ohne großen Benzineinsatz vorantreiben, noch nicht aufgegeben. Meteorologen warnten allerdings, dass die Winde östlich von Hawaii erheblich nachlassen.

Fossett hatte am Mittwoch zu seiner Überraschung festgestellt, dass er viel weniger Treibstoff an Bord hatte als angenommen. In den ersten drei Stunden nach dem Abheben am Montag in Salina seien 1200 Liter Treibstoff „verschwunden“, teilte das Bodenteam mit. Ob die Benzinanzeige beim Tanken zu früh „gefüllt“ anzeigte oder das Benzin durch ein Leck verloren ging, war zunächst nicht zu klären. Fossett sprach von einem „riesigen Rückschlag“.

Bis zur Hälfte der rund 40 000 Kilometer langen Strecke stand Fossett noch das Glück zur Seite. Zu dieser Zeit bezeichnete das Kontrollzentrum den Treibstoffverbrauch als ziemlich gut. Fossett hatte die ersten beiden Nächte an Bord ohne große Schwierigkeiten überstanden. Es gebe keine Hinweise, dass Schlafmangel die Entscheidungsfähigkeit Fossetts beeinträchtigt habe, sagte Projektmanager Paul Moore.

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