„Risiko ist minimal“ Schwedische Behörden melden möglichen Ebola-Fall

Die schwedischen Behörden haben einen möglichen Ebola-Fall gemeldet. Viel bekannt ist bislang darüber nicht, und ein Vertreter der Stadtverwaltung hat erklärt, dass das Risiko auf eine Erkrankung minimal sei.
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Schwedische Flaggen: „Sehr streng bei unserer Vorgehensweise.“ Quelle: dpa

Schwedische Flaggen: „Sehr streng bei unserer Vorgehensweise.“

(Foto: dpa)

StockholmDie schwedischen Behörden haben einen möglichen Ebola-Fall gemeldet. In der Hauptstadt Stockholm sei ein Verdachtsfall auf Infektion mit dem hochansteckenden Virus entdeckt worden, teilte ein Vertreter der Stadtverwaltung am Sonntag mit. „Das Risiko ist minimal, dass es Ebola ist, aber wir sind sehr streng bei unserer Vorgehensweise“, sagte Åke Örtqvist gegenüber der schwedischen Nachrichtenseite aftonbladet.se.

„Er kam in die Notaufnahme und sagte, er habe Fieber“, sagte Örtqvist der schwedischen Nachrichtenagentur TT. Kurz zuvor sei der Patient in einer der Länder Afrikas gewesen, in denen die Ebola-Epidimie wütet. Er wurde daher in eine Spezialeinrichtung des Karolinska-Universitätskrankenhauses gebracht. Laut der schwedischen Nachrichtenseite svd.se folgen die Behörden einem Aktionsplan, der dann eintritt, wenn eine Person ein Ebola-Gebiet bereist hat und in den 21 Tagen darauf an Fieber über 38 Grad erkrankt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Ebola-Epidemie mit mehr als 1500 Toten, die seit Monaten vor allem im Westen Afrikas grassiert, Anfang August zum internationalen Gesundheits-Notfall erklärt. Nach den jüngsten Angaben der WHO gibt es seit Jahresbeginn mehr als 3000 registrierte Infektionen mit dem Virus. Die WHO bezifferte die Kosten für ihr Maßnahmenpaket gegen die Krankheit auf rund 370 Millionen Euro.

Am stärksten betroffen von der Ebola-Epidemie sind bislang Guinea, Sierra Leone und Liberia. Weitere Fälle wurden in Nigeria und jüngst im Senegal registriert.

  • afp
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