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Rosenmontag: Wo Angela Merkel die Hüllen fallen lässt

Selbst Schnee und klirrende Minusgrade konnten die Karnevalisten am Rosenmontag nicht vom Feiern abhalten. In wärmende Ganzkörperkostüme gehüllte Jecken staunten nicht schlecht, wie heiß es vor allem auf den Wagen der Umzüge in den rheinischen Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf herging.

Rosenmontag: Merkel und der "Sündenfall". Quelle: Reuters
Rosenmontag: Merkel und der "Sündenfall". Quelle: Reuters

HB DÜSSELDORF/KÖLN. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi wurde wahlweise in einem Meer nackter Frauenbrüste oder kopulierend mit einem Mafioso dargestellt. Auch die Kanzlerin ließ wie schon im vergangenen Jahren die Hüllen fallen.

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Charmant schamlos präsentierten sich die traditionell bissigen Düsseldorfer. Eine wohlgeformte rosige Angela-Merkel-Figur griff unter dem Titel „Der Sündenfall“ nach einer Steuer-Flucht-CD, die ihr eine Schlange im Paradies anbot. Im vergangenen Jahr war die Kanzlerin nackt auf auf allen vieren kriechend als „kapitulierende Wölfin“ dargestellt worden.

Noch stärker als die Vertreter der schwarz-gelben Koalition wurden in Köln und Düsseldorf jedoch die internationalen Politiker aufs Korn genommen. Insbesondere der italienische Ministerpräsident Berlusconi musste ordentlich Federn lassen. Die Jecken in der Domstadt spielten nicht nur auf die angeblich zahlreichen amourösen Abenteuer des 73-Jährigen an. In Düsseldorf wurde auf einem der rund 70 Wagen ebenfalls seine häufig diskutierte Verbindung zur Mafia thematisiert. Zu sehen war der konservative Politiker dabei unter der Überschrift „Homo Ehe italienisch“ in eindeutiger Stellung mit einem Mafia-Boss.

Auch bei den Diskussionen um die dänischen Mohammed-Karikaturen zeigten sich die Düsseldorfer Narren nicht gerade zimperlich: In Anspielung auf das vereitelte Attentat auf einen der Zeichner biss ein abgeschlagener Narrenkopf einem radikalen Islamisten, der das blutige Schwert noch in den Händen hielt, in den Hintern - daneben war der Schriftzug zu lesen: „Wer zuletzt lacht....“

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