Rosenmontagszüge: Millionen Narren auf den Straßen

Rosenmontagszüge
Millionen Narren auf den Straßen

Die Narren sind los: Bei Sonne, Wind und Schnee zeigen Millionen Jecke und Narren in Köln und Mainz, dass ihnen das Lachen auch in Krisenzeiten nicht vergeht. Pünktlich haben in Köln und Mainz die Rosenmontagszüge begonnen.

HB KÖLN/MAINZ. Bei den größten Zügen in Köln und Mainz nahmen die Karnevalfans Mautdesaster und Superstars, Praxisgebühr und Fußballnationalmannschaft auf die Schippe. Im baden-württembergischen Rottweil sprangen die schwäbisch-alemannischen Narren. Auch in karnevalistisch weniger erschlossenen Regionen wagten sich Fans der fünften Jahreszeit auf die Straße, wie zum Beispiel in Sondershausen in Thüringen und Köthen in Sachsen-Anhalt.

Die Züge in Köln, Mainz, Aachen und Bonn starteten bei Sonne und frostigen Temperaturen, in Köln trübte aber zeitweise heftiges Schneetreiben den freien Blick auf die mehr als 100 Wagen. 10 000 Musiker, Sänger und Bonbon-Werfer waren unterwegs, in Mainz waren es 8800. Köln hatte die Chefnarrenkappe auf, nicht nur wegen des größten Zugs, sondern auch, weil die Jecken in der Domstadt schon um elf vor elf in ihren höchsten Feiertag starteten.

Während Düsseldorf mit dem Motto „Watt kütt, datt kütt“ (Was kommt, das kommt) eher fatalistisch in die Zukunft blickt, sind die Kölner - passend zu den jüngsten Konjunkturumfragen - optimistischer: „Laach doch ens, et weed widder wääde“ (Lach doch mal, es wird wieder werden). Weiter südlich wird das Lachen sogar zum Rezept gemacht: „Das Mainzer Lebenselixier heißt Lachen auch 2004“. In Bonn jubelten 250 000 Fans Prinz Klaus und seiner „Bonna“ Judith zu. Die Aachener verzichteten wie immer auf ein Zugmotto und gönnten den 200 000 Zuschauern ungeregelte Narrenfreiheit.

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