RTL-Sendung verstößt nicht gegen die Menschenwürde
Medienwächter warnen vor schärferer Dschungelshow

Die RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ verstößt nach Ansicht der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) nicht gegen die Menschenwürde. Allerdings warnt das Gremium der Landesmedienanstalten vor einer Verschärfung des Formats.

HB MÜNCHEN. Die Stars hätten jederzeit aus der von Kritikern als menschenverachtend bezeichneten Show aussteigen können, urteilen die KJM-Experten. Außerdem seien sie alle medienerfahren genug, um zu wissen, worauf sie sich einlassen.

Kritisch zu beurteilen sei die Dschungelshow aber vor allem deshalb, weil nicht klar sei, ob sie die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren beeinträchtigen könne. Häme, Spott und Schadenfreude könnten die bei Kindern und Jugendlichen „ohnehin vorhandenen Tendenzen zu Ausgrenzung und Hänseleien“ legitimieren oder verstärken, so die KJM.

Einzelne Sendungen der jetzt abgeschlossenen Staffel hätten sich „nah an der Grenze zum Verstoß“ gegen den Jugendschutz bewegt. Die KJM warnte RTL deshalb vor einer Verschärfung des Dschungel-Formats bei künftigen Staffeln.

RTL zeigte sich wenig einsichtig: „Die KJM erklärt nicht, worin überhaupt die Gefahren für Jugendliche liegen“, sagte ein Sprecher.

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