Rubel-Krise
Weniger russische Touristen in Österreich

Die russische Wirtschaftskrise hat nun auch Österreich erfasst: Deutlich weniger Touristen aus dem Putin-Reich kommen haben ihren Urlaub in den Wintersportorten verbracht.
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WienÖsterreichs Wintersportorte haben im Januar die Wirtschaftskrise in Russland und den Wertverfall des Rubel zu spüren bekommen. Zu Jahresbeginn sanken die Übernachtungen russischer Gäste um knapp 28 Prozent, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte. Zwar kamen dafür mehr Touristen aus der Schweiz, Großbritannien und Polen. Dennoch stand für Januar insgesamt ein Minus von 0,3 Prozent zu Buche. Viele Regionen Österreichs sind stark vom Wintertourismus abhängig und haben sich in den vergangenen Jahren auf zahlungskräftige russische Kunden spezialisiert. Sie hatten ihren Winterurlaub traditionell zum russischen Weihnachtsfest Anfang Januar angetreten.

Für viele Russen ist der Winterurlaub im Ausland mit dem schwachen Rubel zu teuer geworden - sie bleiben zum Schifahren lieber im eigenen Land. Verstärkt wird der Trend durch den Appell der russischen Regierung, angesichts des Ukraine-Konflikts mit dem Westen im eigenen Land Urlaub zu machen.

Mit einer baldigen Rückkehr der russischen Gäste sei nicht zu rechnen, sagte ein Touristiker, der anonym bleiben wollte. "(Auch) nächstes Jahr kommen die Russen mit Sicherheit nicht." Das lasse sich aus den Vorausbuchungen für die kommende Saison ablesen. Zwar könnten viele Regionen die Zimmer mit Gästen aus anderen Ländern füllen. Diese seien aber knauseriger als die zahlungskräftige Kundschaft aus dem Osten. "Die Kaufkraft der Russen fehlt schon sehr", sagte er.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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