Rückblick auf das Jahr
Das war der August 2007

Und dies geschah im August: Viele Tote beim Einsturz einer Autobahnbrücke in Minneapolis, die US-Hypothekenkrise löst Turbulenzen an den weltweiten Aktienmärkten aus und in China hergestelltes Spielzeug wird zurückgerufen. Ein sechsfacher Mord in Duisburg bring die Mafia zurück ins Gespräch, Naturkatastrophen wüten derweil in Form von Erdbeben in Peru und verheerenden Waldbränden in Griechenland.
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1. August

Die Lokführergewerkschaft GDL muss im juristischen Tauziehen mit der Bahn eine Niederlage hinnehmen. Das Arbeitsgericht Düsseldorf untersagt Streiks im Nahverkehr von Nordrhein-Westfalen. Der größte Parteienblock der Sunniten im irakischen Parlament zieht sich unter Protest aus der Regierung zurück. Die Irakische Konsensfront stellte sechs Minister im Kabinett. Bei einem Selbstmordanschlag mit einem Tanklastzug kommen in Bagdad mindestens 50 Menschen ums Leben. Bei Kämpfen zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Rebellen werden in der Provinz Tünceli acht Menschen erschossen. Beim Einsturz einer Autobahnbrücke in Minneapolis werden zwölf Menschen tödlich verletzt. Das Unglück löst eine Diskussion über marode Einrichtungen der Infrastruktur in den USA aus. Der von Rupert Murdoch geführte Medienkonzern News Corp übernimmt den US-Verlag Dow Jones für 5 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro). Zu dem Verlag gehört unter anderem das "Wall Street Journal".

2. August

Die Obduktion der Leiche eines in Afghanistan getöteten Deutschen ergibt, dass der 43-jährige Ingenieur von seinen Geiselnehmern mit zwei Schüssen getötet wurde. Staatsanwaltschaften in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg leiten 17 Ermittlungsverfahren gegen Journalisten wegen Verdachts auf Beihilfe zum Geheimnisverrat ein. Sie sollen aus vertraulichen und geheimen Akten des BND-Untersuchungsausschusses zitiert haben. U-Boote eines russischen Forschungsschiffs tauchen am Nordpol zum Meeresboden und hinterlassen dort eine Metallkapsel mit der russischen Flagge. Der Kreml bekräftigt so seinen Gebietsanspruch auf einen Großteil der Arktis. Einen Monat nach dem Anschlag auf dem Flughafen von Glasgow erliegt einer der mutmaßlichen Täter seinen Brandverletzungen. Bei einem Zugunglück im Kongo verlieren 100 Menschen ihr Leben. Der Zug verunglückt zwischen den Städten Ilebo und Kananga. Wegen überhöhter Bleiwerte im Farbanstrich von Spielwaren aus China ruft das US-Unternehmen Mattel rund eine Million Produkte zurück. Zahlungsschwierigkeiten von Kreditnehmern bei Hypothekenbanken in den USA lösen Turbulenzen an den internationalen Aktienmärkten aus.

3. August

Auf einem Bauernhof in Südengland bricht die Maul- und-Klauenseuche aus. Der Erreger stammt vermutlich aus einem nahe gelegenen Labor für Tiermedizin. Die DaimlerChrysler AG schließt die Trennung von Chrysler ab. Das Unternehmen behält lediglich einen Anteil von 19,9 Prozent.

4. August

Die NASA schickt die Marssonde "Phoenix" ins All. Sie soll den Nachbarplaneten der Erde in zehn Monaten erreichen.

5. August (Sonntag)

US-Präsident George W. Bush unterzeichnet ein Gesetz, das die Befugnisse der Regierung beim Abhören ausländischer Terrorverdächtiger erweitert. Bei ungewöhnlich heftigen Monsun-Regenfällen kommen in Indien und Bangladesch mehrere hundert Menschen ums Leben. Jean-Marie Lustiger, ehemaliger Erzbischof von Paris, stirbt mit 80 Jahren.

6. August

Nach jahrelangen Ermittlungen und drei Gerichtsverfahren wird der Politikersohn Max Strauß vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen. Das Landgericht Augsburg sieht keine Beweise dafür, dass Strauß Provisionszahlungen erhalten und nicht versteuert hat. Georgien wirft Russland vor, mit zwei Kampfflugzeugen den georgischen Luftraum verletzt und eine Rakete abgeschossen zu haben. Das Außenministerium spricht von einer "unverhüllten Aggression". Russland weist dies zurück. Beim Einsturz eines Schachtes in einem Kohlebergwerk im US-Staat Utah werden sechs Bergarbeiter verschüttet.

7. August

Ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking erinnert Amnesty International die chinesische Regierung eindringlich an ihre Zusage zur Verbesserung der Menschenrechtslage.

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