Rückrufaktion in Bayern: Tierärzte müssen wegen Wildfleischskandal gehen

Rückrufaktion in Bayern
Tierärzte müssen wegen Wildfleischskandal gehen

Die Rückrufaktion von verdorbenem Wildfleisch der Passauer Firma Berger zieht immer weitere Kreise.

HB MüNCHEN. Zwei amtliche Fleischbeschauer wurden vom Dienst suspendiert. Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) sagte am Mittwoch in München: „Das Ganze hat das Zeug zu einem handfesten Fleischskandal.“

In den Betrieben in Ruderting und Ortenburg wurden laut Ministerium „Ekel erregende hygienische Zustände festgestellt“. Eine Sonderkommission soll jetzt klären, „warum die amtlichen Tierärzte, die täglich im Betrieb waren, so offensichtliche Hygienemängel nicht erkannt hatten“, sagte Schnappauf. Zwölf Tiefkühlprodukte aus dem Handel und sechs Frischfleischproben aus dem Betrieb seien „nicht für den menschlichen Verzehr geeignet“ gewesen, eine Probe sei mit Salmonellen belastet gewesen.

Die anderen Bundesländer seien über den Rückruf informiert worden. Die Liste umfasst Hirschrücken, Wildschweinrücken, Fasanenbrustfilet, Hasenrücken und Hasenkeulen der Firma Berger.

Im Bayerischen Rundfunk sagte Schnappauf in den beschlagnahmten Unterlagen bei der Firma hätten sich „derartige Abgründe aufgetan, dass wir uns entschlossen haben, sofort nach außen zu gehen und Produkte zurückholen zu lassen“. Unter anderem sei in Firmen-E-Mails die Frage aufgetaucht, ob Fasane zu Wildenten umdeklariert werden sollten. Zudem habe es den Hinweis gegeben, doch Beutel zu verwenden, in denen das Fleisch nicht so gut sichtbar sei. In einem Produkt seien am Mittwoch Salmonellen festgestellt worden.

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