Rumänien
Tausende Menschen fliehen vor dem Donau-Hochwasser

Starke Regenfälle und die Schneeschmelze haben in den vergangenen Tagen die Donau in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Ungarn über die Ufer treten lassen.

HB BUKAREST. Tausende weitere Menschen haben am Dienstag und Mittwoch ihre Häuser in den Hochwassergebieten an der Donau in Rumänien verlassen müssen. Der Fluss sei vielerorts über die Ufer getreten und habe Straßen und Felder überschwemmt, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Über Nacht seien rund 2500 Menschen aus vier Dörfern im Landkreis Dolji in Sicherheit gebracht worden, sagte der Präfekt Nicolae Giugea der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere 3000 Menschen seien aus Dörfern stromabwärts geflohen. Die Behörden hätten sie in Militärzelten in höher gelegenen Gebieten untergebracht. Insgesamt haben mittlerweile 15 000 Rumänen ihre Häuser verlassen.

Rund um die Uhr bemühten sich Rettungskräfte, die Dämme mit Sandsäcken auszubauen - in einigen Orten mit wenig Erfolg. „Unserer Bemühungen die Dämme zu verstärken sind gescheitert“, sagte Constantin Oclei, Bürgermeister der Stadt Betschetul din Wale. Experten zufolge hat die Strömungsstärke des Hochwassers am Mittwoch abgenommen, die seit Wochen beanspruchten Dämme laufen jedoch weiterhin Gefahr zu brechen.

In dem bulgarischen Hochwassergebieten fielen die Wasserstände mittlerweile um bis zu elf Zentimeter. Die Behörden haben mittlerweile damit begonnen, trocken gelegte Gebiete zu säubern. Die Häuser stehen jedoch weiterhin unter Wasser, da sie wegen des hohen Grundwasserpegels nicht trocken gelegt werden können. Die Behörden halten es aber für möglich, dass das Wasser in fünf bis sechs Tagen ganz zurück geht.

Bulgarien und Rumänien erlebten erst im vergangenen Jahr die schlimmsten Überschwemmungen seit mehreren Jahrzehnten. Dutzende Menschen kamen ums Leben, Tausende wurden obdachlos.

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