Rund 250 minderjährige Opfer: US-Ermittler sprengen Kinderporno-Ring

Rund 250 minderjährige Opfer
US-Ermittler sprengen Kinderporno-Ring

Der US-Polizei gelang der Schlag gegen einen internationalen Kinderporno-Ring. Rund 250 Jungen sollen der Bande zum Opfer gefallen sein - die meisten waren zwischen 13 und 15 Jahre, zwei von ihnen kaum drei Jahre alt.
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WashingtonUS-Ermittlern ist ein Schlag gegen einen Kinderporno-Ring gelungen. Der Betreiber einer Internetseite mit mehr als 27 000 Mitgliedern in aller Welt sei angeklagt worden, teilte Heimatschutzminister Jeh Johnson am Dienstag in Washington mit. Bei dem Drahtzieher handele es sich um einen 27-Jährigen aus dem US-Staat Louisiana. Er müsse mit einer 20-jährigen Haftstrafe rechnen. Auch zehn ebenfalls angeklagte Unterstützer lebten in den Vereinigten Staaten.

Auf der Internetseite, die nur über eine spezielle Software zugänglich gewesen sei, hätten mehr als 2000 Videos und unzählige Fotos unbekleideter Minderjähriger abgerufen werden können. Rund 250 Opfer aus mehreren Ländern hätten identifiziert werden können. Gegen 150 Nutzer der Seite in den USA und 150 weitere im Ausland liefen Ermittlungen. Es seien weitere Festnahmen zu erwarten.

Die Verdächtigen hätten über eine Geheim-Webseite Jungen genötigt, Nacktfotos von sich zu machen. Dazu hätten sich Nutzer den Angaben zufolge im Netz als Mädchen ausgegeben. „Die mutmaßlichen Verbrecher beuteten die unschuldigsten, verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft aus - ohne Rücksicht auf den unmittelbaren oder andauernden Schaden für die Opfer und deren Familien“, sagte Johnson.

Die Betroffenen waren zwischen 13 und 15 Jahre alt, zwei von ihnen drei Jahre oder jünger. Auf die Spur ihrer mutmaßlichen Peiniger kamen die Ermittler im Rahmen der „Operation Runder Tisch“, die unter anderem vom US-Einwanderungs- und Zollamt und Behörden in Louisiana geführt wurde. In dem Südstaat lebt auch der mutmaßliche Drahtzieher des Rings.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rund 250 minderjährige Opfer: US-Ermittler sprengen Kinderporno-Ring"

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  • @ mondaho
    Sie finden also, wenn man Kinder und Jugendlichen droht, dass was schlimmes passiert - dann ist das keine Nötigung? Was soll man da wohl für Schlüsse ziehen?
    Nehmen sie sich ihre eigenen Ratschläge mal zu Herzen.

  • Wertes HB, man darf nicht alles, was da so über den Ticker reinkommt, blindlings abkupfern. Oder falsch übersetzen.

    Wie kann man jemand über das internet 'nötigen'? Noch dazu Minderjährige. Es muß wohl heißen 'verführen'. Das ist auch schon schlimm genug, hat aber strafrechtlich eine andere Relevanz. Hier geht es wohl darum, die Täter überhaupt strafrechtlich und nachhaltig fassen zu können. Denn deren Masche war infam.

  • Die Seite hat also 27.000 Mitglieder - und gegen 300 wird ermittelt - was für ein Armutszeugnis.

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