Rupert und Wendi
Scheidung könnte Murdochs Imperium gefährden

Es droht schmutzig zu werden im Reiche Murdoch: Seine dritte Noch-Ehefrau Wendi Deng hat einen auf teure Scheidungen spezialisierten Staranwalt engagiert. Murdoch-Biograph Chenoweth sieht das Medienimperium in Gefahr.
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Es geht um Yachten, Häuser, sehr viel Geld und die Macht in einem der größten Medienkonzerne der Welt. Der Fall „Murdoch gegen Murdoch“ – unter diesem Titel ist der Fall beim New York State Supreme Court anhängig – könnte zu einem der folgenreichsten Rosenkriege für ein Wirtschaftsimperium werden. Denn jetzt legt Wendi Deng Murdoch, die dritte Frau des Medientycoons Rupert Murdoch, harte Bandagen an.

Die 44-Jährige hat ihre Anwältin Pamela M. Sloan durch den renommierten New Yorker Scheidungsanwalt William D. Zabel ersetzt. Das berichten die „International Herald Tribune“ und die Agentur Bloomberg.
William D. Zabel ist auf die Scheidungen schwerreicher Geschäftsmänner spezialisiert.

Er hat unter anderem Jane Welch, die ehemalige Ehefrau von General-Electric-CEO Jack Welch, in ihrer Scheidung vertreten. Ebenso wie die Opfer des Anlagebetrügers Bernie Madoff, für die er insgesamt 7,2 Milliarden US-Dollar erstritt.

Ihre frühere Anwältin Pamela M. Sloan soll Wendi Murdoch angeblich für befangen gehalten haben, denn sie soll dem Medienmogul schon beim Aufsetzen des Ehevertrages für die Ehe mit Wendi geholfen haben und die Familie gut kennen. Sollte Wendi Deng nun bezeugen können, dass der Ehevertrag unter Zwang entstanden ist, wäre dieser im Staat New York ungültig. Sollte Murdoch noch während der Scheidung sterben, würde der Großteil seines Vermögens ebenfalls auf seine Noch-Ehefrau übertragen werden.

Doch bei der Trennung geht es nicht nur um das auf 11,7 Milliarden US-Dollar geschätzte Vermögen des Geschäftsmanns. Es geht auch um die Zukunft des Konzerns. Murdoch zählt mit seinen Filmstudios 20th Century Fox, diversen TV-Stationen und Zeitungen wie dem „Wall Street Journal“ und dem Boulevardblatt „The Sun“ zu den mächtigsten Männern im Mediengeschäft. Die Trennung fällt mitten in den Konzernumbau, den Murdoch seit mehr als einem Jahr vorbereitet hatte.

Das Imperium wird künftig in das erfolgreiche Unterhaltungsbusiness 21st Century Fox und das weniger lukrative Verlags-und Zeitungsgeschäft separiert. Murdoch selbst übernimmt den Vorsitz beider Unternehmen. Hintergrund der Aufteilung sind die schlechten Aussichten der Printpublikationen sowie der Abhörskandal um die eingestellte britische Sonntagszeitung „News of the World“. Murdoch erhofft sich durch die Aufteilung mehr Investoren für seine Film- und Fernsehlandschaft, da diese durch den mangelnden Erfolg der Zeitungen nicht mehr abgeschreckt würden.

Murdoch-Biograph Neil Chenoweth spricht nun von „einer existenziellen Bedrohung des globalen Medienmonolithen“ durch einen zu erwartenden Scheidungskrieg mit Wendi.

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Scheidung könnte Murdochs Imperium gefährden

Seite 2:

1,7 Milliarden US-Dollar für jede von Wendis Töchtern

Kommentare zu " Rupert und Wendi: Scheidung könnte Murdochs Imperium gefährden"

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  • Da hat sie wohl vorzeitig im Testament endeckt, dass sie darin nicht gut weg kommt und will sich die Kohle noch schnell über eine Scheidung sichern. DAS kann nur Liebe sein ;)!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • So schlau kann Murdoch nicht sein, wenn er sich einer Frau ausliefert und heiratet.

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