Russland
Bald Klarheit über Vogelgrippe

Ob die jüngsten Fälle von Vogelgrippe in Russland durch das hoch aggressive H5N1-Virus verursacht wurden, soll bald endgültig geklärt sein. Die russischen Behörden erwarten die Testergebnisse in den kommenden Tagen.

HB MOSKAU. Man werde frühestens am Sonntagabend Klarheit haben, sagte der Chef der Veterinärabteilung im Amt für Tier- und Pflanzenschutz, Nikolai Wlasow. Russische Nachrichtenagenturen hatten am Freitag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden gemeldet, der jüngste Ausbruch der Vogelgrippe sei auf H5N1 zurückzuführen. „Noch kennen wir den Typ (des Virus) nicht“, sagte Wlasow.

Am Samstag seien tote Tiere auf das auch für den Menschen gefährliche Virus getestet worden. Personen, die auf zwei Bauernhöfen bei Moskau in Kontakt mit den Tieren gekommen waren, wurden Wlasow zufolge vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht. Sie zeigten aber keine Anzeichen der Krankheit.

Am H5N1-Virus sind weltweit seit 2003 fast 170 Menschen vornehmlich in Asien gestorben. Einige Gesundheitsexperten befürchten, H5N1 könne mutieren und von Mensch zu Mensch übertragen werden. Nach dem neuerlichen Auftreten der Tierseuche wurden Geflügelfarmen im Moskauer Umland unter strenge Kontrollen gestellt. Geflügel, das mit den erkrankten Tieren Kontakt gehabt habe, werde gekeult, berichtete Wlasow.

Vogelgrippe war in Europa jüngst auch in Ungarn und Großbritannien aufgetreten. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag erklärte, schreitet die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Vogelgrippe entscheidend voran. Unter anderem hätten Hersteller in den USA, Europa und Australien die Behörden um eine Produktionsgenehmigung für Impfstoffe gebeten. Dabei geht es demnach um Stoffe für drei der fünf Vogelgrippe-Arten, durch die Menschen gestorben sind.

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