Russland
Moskauer Bombenexplosion - Justiz vermutet kriminelle Bande

Anders als zunächst vermutet, handelt es sich bei der Explosion offenbar nicht um einen Terroranschlag. Die Bombenexplosion brachte eine Leichtbauhalle auf dem Markt im nordöstlichen Stadtteil Tscherkisowo auf 200 Quadratmetern Fläche zum Einsturz.

HB MOSKAU. Zwar werde ein terroristischer Hintergrund nicht völlig ausgeschlossen, „aber die klassischen Merkmale eines solchen Verbrechens sind bislang nicht zu erkennen“, sagte der zuständige Staatsanwalt der russischen Hauptstadt, Juri Sjomin. Zehn Menschen kamen ums Leben, annähernd 40 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die in einer Tasche versteckte Bombe habe eine Sprengkraft von 1200 Gramm TNT gehabt, sagte Sjomin. Augenzeugen berichteten, dass zwei Männer die Tasche in der Halle abgestellt hätten. Die Polizei suchte mit Hilfe von Fahndungsbildern nach den beiden.

Auf dem belebten, mehrere Quadratkilometer großen Markt in Tscherkisowo werden billige Kleidung, Haushaltswaren und Lebensmittel verkauft. Auf russischen Märkten hat es in den vergangenen Jahren mehrfach tödliche Bombenanschläge gegeben. Oft tragen kriminelle Banden ihren Streit mit Sprengsätzen aus.

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