San Francisco
Golden Gate Bridge bekommt ein Sicherheitsnetz

Schon 1400 Menschen haben sich von der berühmten Brücke in San Francisco in den Tod gestürzt. Die Brücke soll nun ein Sicherheitsnetz bekommen, um Selbstmörder vom Sprung in die Tiefe abzuhalten.
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Los AngelesDie zuständige Regierungsbehörde willigte ein, einen Teil der Baukosten von 76 Millionen Dollar (56 Millionen Euro) zu übernehmen, wie ihr Manager Deni Mulligan am Freitag mitteilte. Den Plänen zufolge sollen bis 2018 unterhalb der Gehwege sechs Meter breite Netze aufgespannt werden.

Neben der Regierungsbehörde, die die symbolträchtige Brücke betreibt, würden sich auch die Bundesbehörden und der Staat Kalifornien an dem Projekt beteiligen, sagte Mulligan der Nachrichtenagentur AFP. Die sechs Meter breiten Netze sollen demnach zu beiden Seiten der 2,7 Kilometer langen Brücke sechs Meter unterhalb des Gehwegs aufgehängt werden. Insgesamt bedarf es damit Netzen von rund 5,4 Kilometer Länge.

Von allen Alternativen hätte die geplante Lösung die geringste visuelle Auswirkung, versicherte Mulligan. Von der Brücke würden die Netze nicht zu sehen sein, außer wenn man sich vom Gehweg über das Geländer beuge, nur von den beiden Aussichtspunkten am Ufer seien sie sichtbar. Mulligan sagte, die Manager der Brücke hätten seit Jahrzehnten über eine Lösung für das Problem nachgedacht.

Die 1937 eingeweihte Golden Gate Bridge gilt als Symbol von San Francisco. Seit ihrer Eröffnung stürzten sich laut der Betreiberbehörde gut 1400 Menschen von der Brücke in den Tod. Allein im vergangenen Jahr gab es demnach 46 Suizide. Mulligan sagte, früher hätten die Leute weniger über Selbstmord gesprochen. Doch in den vergangenen Jahren seien die Familien von Menschen, die sich auf der Brücke das Leben genommen hatten, immer wieder an die Behörde herangetreten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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