Saudische Justiz
„Dschihad“ nur mit Genehmigung

Der oberste islamische Richter Saudi-Arabiens hat junge Muslime davor gewarnt, ohne Erlaubnis ihrer Eltern und des Staates in den „Heiligen Krieg“ zu ziehen. Der Scheich führte für seine Aussage ein Beispiel aus dem Leben des Propheten Mohammed an.

HB RIAD. Der Vorsitzende des Hohen Justizrates des islamischen Königreichs, Scheich Saleh bin Mohammed al-Lohaidan, sagte der saudi-arabischen Zeitung „Okaz“ auf eine Frage zur Gewalt im Irak und in Afghanistan: „Es ist nicht legitim, dass junge Männer zum Dschihad in diese oder andere Länder reisen, ohne vorher die Erlaubnis des Vormundes, der Eltern und des Staates einzuholen.“

Außerdem nannte der Geistliche die Terrorgruppe Fatah al-Islam, die sich in dem palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared in diesem Sommer blutige Kämpfe mit der libanesischen Armee geliefert hatte, als Beispiel dafür, wie junge Muslime für falsche Ziele missbraucht werden könnten. Unter den von der Armee getöteten Kämpfern der Fatah- al-Islam waren zahlreiche junge Saudis. Auch unter den El-Kaida- Terroristen im Irak ist der Anteil junger Männer aus Saudi-Arabien hoch.

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