Schaden in Milliardenhöhe
Teure Feuer

Die Brände in Griechenland haben nach ersten Schätzungen möglicherweise einen Schaden von bis zu fünf Mrd. Euro verursacht. Unterdessen haben die Feuer in der Nacht zum Mittwoch weiter an Gewalt verloren. Die Zahl der Bezirke, in denen es brennt, ist um mehr als zehn gesunken, so die Feuerwehr.

HB ATHEN. „Die Experten im Ministerim schätzen die Schäden auf drei bis fünf Mrd. Euro“, schrieb die Athener Wirtschaftszeitung „Imerisía“ am Mittwoch unter Berufung auf das griechische Finanzministerium. Zudem sollen die Flammen 4,5 Mill. Olivenbäume zerstört haben. 60 000 Schafe und Ziegen verendeten. Die Regierung veröffentlichte bislang noch keine offiziellen Zahlen. Bis zum Mittwochmorgen verloren die Waldbrände weiter an Gewalt.

Indes teilte die Feuerwehr am frühen Mittwochmorgen mit, es gäbe noch Brände in 25 Regionen der Halbinsel Peloponnes und auf der Insel Euböa. Am Vortag brannte es noch in 36 Bezirken. „Es ist endlich windstill. Wir warten auf das erste Tageslicht und die Maschinen (Löschflugzeuge)“, sagte im Rundfunk der Bürgermeister der Ortschaft Fisoa auf dem gebirgigen Hinterland im Osten von Olympia.

Auch Feuerwehrleute zeigten sich am Mittwochmorgen optimistisch, dass bis zum Abend alle Brände unter Kontrolle gebracht werden könnten. Seit Ausbruch der Brände vor knapp sechs Tagen sind in Griechenland 64 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 184 000 Hektar Land - eine Fläche doppelt so groß wie Berlin - wurden dabei zerstört.



„Alle Seiten sollten auf diesen Fall vorbereitet sein.“ Außerdem seien Waldbrände eine schwere Belastung für das Klima. „Neben dem Verlust riesiger Waldgebiete werden große Mengen an schädlichem CO2 ausgestoßen.“

Für Brandstifter, die auch in Griechenland und Italien für einen Großteil der Feuer verantwortlich gemacht werden, forderte Dimas generell harte Strafen: „Brandstifter sind hinterhältige Verbrecher, die mit aller Härte bestraft werden müssen.“

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