Schadenersatzklagen
Künstliche Hüftgelenke rosten im Körper

Zahlreiche Patienten mit einem künstlichen Hüftgelenk müssen sich möglicherweise schneller als gedacht einer neuen Operation unterziehen. Die österreichische Medizintechnikfirma Falcon Medical, die auf künstliche Hüft- und Kniegelenke spezialisiert ist, hat in den Jahren 2003 bis 2005 ein künstliches Hüftsystem vertrieben, das bei bestimmten Patienten im Körper anfängt zu rosten und zerbrechen kann.

HB WIEN. Nach einem Bericht des Handelsblatts haben sich 2500 Patienten in Deutschland, Österreich und Italien das schadhafte Implantat einbauen lassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn hat bereits entsprechende Warnhinweise veröffentlicht.

Josef Riedel, Geschäftsführer von Falcon Medical, bedauert gegenüber dem Handelsblatt (Montagsausgabe) den Fehler: "Die Operation, um das Implantat auszutauschen, dauert in der Regel eine Stunde", sagt er. "Aber für jeden Patienten ist eine weitere Operation natürlich eine große Belastung." Er rechnet damit, dass 80 Prozent der Implantate weiter einwandfrei funktionieren werden, da eine "Versprödung des Materials" nur unter bestimmten Konstellationen beobachtet worden sei. Das Unternehmen versucht derzeit, sich mit den bisher Betroffenen auf Schadenersatzzahlungen zu einigen. In Deutschland haben Patienten bereits erste Prozesse gegen den österreichischen Hersteller angestrengt.

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